Kampfradler gewinnt vor Gericht

Der „Kampfradler“ Bernhard Stoevesandt aus Bremen sollte wegen überfahrenes einer roten Ampel 100 Euro Bußgeld zahlen. Dieser weigerte sich jedoch und so ging das ganze vor Gericht.

Nachdem was ich im Artikel der TAZ entnehmen kann, wollte Stoevesandt die Kreuzung überqueren und fuhr los, als die Ampel für die Autos auf rot schaltete. Das war jedoch 3 Sekunden bevor die Fußgängerampel auf grün sprang. Zwei Polizisten in Zivil die die „Tat“ sahen, gaben es an Kollegen in Uniform weiter die auf dem gegenüber liegenden Bürgersteig hinter einer Ecke warteten. Stoevesandt fuhr die 3 Sekunden zu früh los um die Grünphase der nächsten Ampeln zu schaffen – nur eine Sekunde später losfahren und er Schaft die Ampel nicht.
Jetzt ist es allerdings nicht ganz einfach, ein Gericht in einem solchen Fall für sich zu gewinnen. Um das zu erreichen, hat Stoevesandt  einiges an Technik aufgefahren. Er packte im Gericht sein Notebook und einen Beamer aus um ein Video der Situation vorzuführen.

Als die Richterin mit den Worten „Sie haben mich überzeugt, ich stelle das Verfahren ein“ die Verhandlung beendete, hat sie alle Anwesenden und besonders den Beschuldigten, überrascht.

Das Problem mit miserablen Ampelschaltungen für Fußgänger und Radfahrer beschränkt sich aber nicht auf Bremen. Ich kenne eine Ampel in Bad Kreuznach, direkt am Bahnhof, da ist es nicht möglich in einer Grün-Phase die Straße zu überqueren.

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3 Antworten zu Kampfradler gewinnt vor Gericht

  1. Jürgen S. schreibt:

    Hat dies auf Radfahren am Tor zum Bergischen Land rebloggt und kommentierte:
    Herr Stoevesandt ruft also zum kollektiven Anarchismus für Radfahrer auf und setzt somit die Verkehrssicherheit aufs Spiel. Für mich ein absolutes Negativbeispiel! Auf defizitäre Situationen kann sicherlich auch anders aufmerksam gemacht werden. Was ist, wenn Herr Stoevesandt irgendwann mal auf einer Motorhaube „klebt“? Sind dann wieder die anderen Schuld?

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  2. Jürgen S. schreibt:

    Zählt das demnächst für Autofahrer auch? Ich kenne auch Ampelschaltungen, die für PKW nicht zu schaffen sind. Dann fahre ich auch an der ersten Ampel 3 Sekunden zu früh bei Rot los um die nächste Ampel noch bei grün mitnehmen zu können.
    So eine Entscheidung ist für mich leider nicht nachvollziehbar, weder für Radfahrer noch für PKW.

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    • Jochen Breisch schreibt:

      Da kann ich Dir nur zustimmen. Wenn wir alle etwas zu früh losfahren bzw. losgehen würden könnte man die Ampeln auch gleich ganz abschaffen.
      Für mich war das Urteil nur interesant, weil es ausnahmsweise mal pro Radfahrer ist.

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