Mit dem Rad zur Eurobike: 4.Tag – die Messe

Gegen 12Uhr kam ich auf dem Messegelände in Friedrichshafen an. Ich fuhr direkt zur Messe um nicht noch mehr Zeit zu verlieren.

DSCF0422Das Messegelände grenzt unmittelbar an die Zeppelin-Rederei GmbH.

Bei der Einfahrt zur Messe fragte ich den Parkwächter nach einer Möglichkeit, das Rad mit samt Gepäck in einem gesicherten Platz abzustellen. Die Frage verneinte er und meinte, dass Friedrichshafen ja noch Provinz sei und hier nix wegkommen würde. Ich vertraute ihm und wurde nicht endtäuscht. Als ich am Abend zurück kam, stand mein Rad noch völlig unberührt da, sogar die Mütze die ich nur lose auf das Gepäck legte war noch da.

Nachdem ich meinen Eintritt bezahlt hatte hab ich mich zunächst einfach mal umgesehen. Dazu bin ich die Gänge einzeln durchgegangen und hab mich so durch die Hallen geschlängelt. Was mir als erstes auffiel, war dass die Messe zwar gut besucht, aber nicht überlaufen war. Man kam überall gut hin und konnte sich auch mit dem Personal an den Ständen gut unterhalten.

Ich interessierte mich unter anderem für die Pedale und Schuhe – ich suche Klick-Pedale mit einer möglichst großen Auflagefläche und Schuhe bei denen die Cleats (Platten) möglichst weit nach hinten geschoben werden können. Pedale gab es insbesondere einige die mir ganz interessant erschienen, bei den Schuhen hab ich allerdings nichts wirklich neues gesehen. Außerdem wollte ich mal sehen, ob es inzwischen Rennrad Brems-Schalthebel-Kombinationen für hydraulische Felgenbremsen wie z.B. die Magura HS11/HS33 gibt – gefunden habe ich nix. Selbst die hydraulische Rennradbremse „RT6/8TT“ wurde am Magura Stand nicht gezeigt.

Bei SQlab sah ich mir Griffe für Mountain- und Citybikes sowie Sättel und Einlagen für Schuhe an. Ich kam auch in den Genuß eines Beratungsgesprächs – dabei stellte sich heraus, dass SQlab genauso wenig wie andere Hersteller Lösungen für besondere Probleme anbieten konnte.

Packtaschen sind immer ein Thema für mich. Hier hatte Ortlieb interessantes auf dem Stand gezeigt. Es wurden die bekannten „Back-Roller“ Taschen in der neuen „High Visibility Linie“ gezeigt. Die Taschen fallen insbesondere nachts auf, da nicht nur ein kleiner Reflektor in die Tasche eingearbeitet ist, sondern die ganze Tasche gut sichtbar ist da sie aus einem reflektierenden Garn gefertigt ist. Aber auch am Tag sind die grell gelben Taschen gut sichtbar. Die Taschen wurden auf der Messe mit dem „EUROBIKE GOLD AWARD“ ausgezeichnet.
Aber das war nicht alles was es auf dem Stand von Ortlieb zu sehen gab. Die „Profi-Explorer“, wie Denis sich selbst bezeichnete, Tanja und Denis Katzer präsentierten ihre Ausrüstung und ihre Projekte (Rad-Reisen). Mir fiel zuerst sein Fahrrad auf – eine Spelzialversion von Riese und Müllers Delite Traveller (verstärkter Rahmen um das hohe Gewicht des am Rad angebrachten Gepäcks und die Last des Anhängers zu stemmen). Ungewöhnlich – am Rad ist auch der verstärkte Zweibein-Mittelständer, der denen an Posträdern sehr ähnelt. Er erzählte uns von seinen letzten Reisen aber auch von neuen Plänen.

Nach einer weile ging ich weiter – ich wollte ja noch so einiges sehen.

Interessant waren natürlich auch die Stände von Schwalbe und Continental. An beiden Ständen wurden Bewährte wie auch neue Produkte vorgestellt. Ich interessierte mich zum einen für Pedelec-Mäntel als auch wintertaugliche Trekking Mäntel. So zeigte Schwalbe die neuen „Energizer“-Reifen die speziell für Pedelecs und S-Pedelecs entwickelt wurden. Auch der altbekannte „Big Apple“ wird zumindest für Pedelecs empfohlen und der „Marathon Plus“ ist in manchen Größen sogar für S-Pedelecs zugelassen. Außerdem zeigte Schwalbe seine Palette an Spikes-Reifen.
Bei Conti gab es die bewährten Trekking-Reifen auch in einer „Plus“-Variante mit verstärktem Pannenschutz – das erinnert stark an Schwalbe. Für mich interessant waren die Winterreifen von Conti. Die Winterreifen von Conti setzen nicht unbedingt auf Spikes sondern arbeiten mit speziellen Gummimischungen und einer besonderen Profilierung der Reifen.

Bei SR Suntour galt mein besonderes Interesse den gefederten Trekking-Gabeln. Gezeigt wurden die aktuellen Gabeln. Die Beratung, die mir zuteil wurde, war richtig gut. Die Tauchrohre der neuen Gabeln haben größere Querschnitte bekommen. Für Pedelecs sowie für S-Pedelecs wurden spezielle Gabeln gezeigt. Außerdem wurden gefederte Sattelstützen sowie Tretlager gezeigt.

Auf der Suche nach einem Helm mit Visier oder einer Brille für optische Verglasung habe ich mehrere Helmhersteller genauer unter die Lupe genommen. So war ich am Stand von KED die am Helm „Paganini Visor“ das elektronische Verstellsystem „Quicksafe Tronic“ zu sehen. Bei Abus habe ich nach dem Helm „In-Vizz“ vergeblich Ausschau gehalten.

Bei Sigma wurden die aktuellen Radcomputer und Akku Lampen gezeigt. Am interessantesten fand ich den „ROX 10.0 GPS“ der eine GPS Funktion eingebaut hat, die es auch ermöglicht vorher eingespielte Routen nachzufahren.

SKS zeigte die üblichen Luftpumpen, Kompressoren (Standpumpen), Minitools, Werkzeugtaschen und Steckschutzbleche. Aber auch die Sättel von „Selle San Marco“ wurden hier gezeigt. Auch Topeak  zeigte seine Produkte, die der von SKS ähnelt.

Auch Deda zeigte das komplette Programm seiner aktuellen Produktpalette. Neben Lenkern, Sattelstützen, Vorbauten, Flaschenhaltern und Lenkerbändern.

Ein wichtiger Punkt meines Messebesuchs waren die Navis.

Bei Ciclosport wurden neben den bekannte Computern auch die Navis der Marke Mio gezeigt. Bei meinem Rundgang bin ich auch auf das Navi von NAVAD gestoßen. Der Berater ging mit mir vor die Halle um mir das Gerät im Sonnenlicht vorzuführen. Das Ergebnis war einigermaßen in Ordnung – der Preis war aber auch nicht gerade im unteren Segment angesiedelt.

Zum Abschluß meines Messebesuchs war ich noch auf dem Stand von Busch und Müller. Hier wollte ich mir vor allem die neue „Luxos U“ ansehen. Zunächst sah ich mir sämtliche ausgestellten Lampen an. Nach kurzer Zeit wurde ich angesprochen und ich bekam eine Beratung vom Feinsten. Busch und Müller hatte auf der Rückseite des Standes, etwas versteckt, einen „Lichttunnel“ aufgebaut. In diesem Lichttunnel bekam ich jetzt die „Luxos U“ vorgeführt. In dem Lichttunnel konnte man das Lichtbild der Lampe sehr gut erkennen und mit anderen Lampen von Busch und Müller vergleichen. Ganz zum Schluss, es wurde gerade damit begonnen den Stand abzubauen, sah ich mir noch die Spiegel an die es bei Busch und Müller zu sehen gab.

Wenn man sich ausführlich auf der Eurobike „Umsehen“ will, reicht der Publikumstag bei weitem nicht aus. Falls ich nächstes Jahr wieder her komme werde ich versuchen müssen, mich an einen Händler anzuhängen.

 

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