Von Bremerhaven nach Fürfeld

In derAbfahrt in Altenbamberg 2. Augustwoche bin ich mal wieder nach Bremerhaven gefahren. Der Hauptgrund dafür ist privater Natur. Diesmal hatte ich jedoch die Hanse Sail als Sanehäubchen mitgenommen.

Zunächst bin ich mit der Bahn (per Bimmelbahn – dauert ca. 10 Stunden, dafür ist die Fahrradmitnahme kein Problem) nach Bremerhaven gefahren.
In den nächsten Tagen war ich dann mehrfach auf der Sail, dabei habe ich mir die schönsten und interessantesten Segler nicht nur von außen angesehen.

Montag, 18. August 2015

Am Montag habe ich dann die Rückreise angetreten. Im Gegensatz zu meiner Tour von 2001 bin ich diesmal nicht an der Weser lang gefahren. Stattdessen habe ich mit der Fähre die Weser überquert und bin zunächst von Blexen nach Brake und dann weiter in Richtung Oldenburg gefahren. Zur Navigation habe ich GoogleMaps auf dem Smartphone benutzt. Tagsüber habe ich das Smartphone an meiner Luxos U angeschlossen um die Stromversorgung zu gewährleisten. An Oldenburg bin ich nördlichBremerhaven_1 vorbei nach Bad Zwischenahn. Hier bin ich an der aus der Fernsehwerbung bekannten Rügenwalder Mühle vorbeigekommen. Von hier aus ging´s dann weiter nach Edewecht. Ich bin schon den ganzen Tag durch Nieselregen gefahren doch jetzt wurde der Regen stärker und ich suchte nach einem Schlafplatz. Den finde ich in einer kleinen Grillhütte unweit des Küstenkanals. Es hat die ganze Nacht durchgeregnet.
Bisher hat sich die Navigation per Smartphone und GoogleMaps bestens bewährt. Ich konnte Wege nutzen, die ich normalerweise nicht gefahren wäre und mit der Ansage der Route musste ich noch nichtmal aufs Display sehen.

Dienstag, 19.August 2015

Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hat, ging´s gegen 7 Uhr am Dienstagmorgen weiter. Auch jetzt regnet es wieder leicht. Nach ein paar Ortschaften fuhr ich durch den Eleonorenwald bei Friesoythe gekommen. Bremerhaven_6Bei der Einfahrt in den Wald hoffte ich nur, dass ich auf dem seitlichen „Radweg“ komplett durch den Wald komme und nicht auf die total verschlammte Straße muss. Es hat eine weile gedauert, bis ich durch den Wald durch war und 2 mal hat GoogleMaps verwirrende angaben gemacht und schickte mich nach rechts bzw. nach links, obwohl es dafür keinen Grund gab und offensichtlich die Wege auch nicht.
Ich nehme an, dass jemand den Weg schon mal gefahren ist und zuerst von der Strasse auf den Weg und später wieder zurück gewechselt ist.
Auf meinem weiteren Weg Richtung Münster habe ich kurz vor Mittag bei „Melanies Shop & Cafe“ in Wachtum halt gemacht und habe ein Brötchen gegessen und eine Tasse Kaffee getrunken, sowie meine Flaschen aufgefüllt und mein Smartphone aufgeladen. Der Aufenthalt hier und das Gespräch, das ich mit „Melanie“ hatte, waren das Highlight dieses regnerischen morgens. Nach einer Weile bin ich dann Weiter gefahren. Am Nachmittag hörte der Regen allmählich auf und meine Beine wurden auch immer besser. Es wurde schon langsam Dunkel als in Münster erreichte. Es war sehr auffällig wie sich die Anzahl der Fahrradfahrer und der abgestellten Fahrräder erhöhte, je näher ich der Innenstadt kam. Ich schätze mal, dass ich etwa 3 mal mehr Räder gesehen habe wie Autos. Ich habe noch in keiner Stadt auch nur annähernd so viele Fahrräder gesehen, wie hier. Am Bahnhof habe ich meinen Wasservorrat und meinen Handyakku aufgefüllt. Anschließend habe ich mir einen Schlafplatz gesucht, den ich dann am Stadtrand von Münster gefunden hatte.

Mittwoch, 20.August 2015

Am Morgen ging es weiter in Richtung Sauerland. Es wird allmählich immer hügeliger und ich muss immer mehr mit kleinen Übersetzungen fahren – das ging schon mal besser. Am frühen Nachmittag habe ich mir einen Platten Vorderreifen eingefangen. Und dann machte mir die Navigation mit Google zu schaffen – teilweise wurde ich auf pure Mountainbikestrecken geschickt, nur der Singletrail hat gefehlt. Als ich dann mal wieder von Googlemaps fehlgeleitet wurde, traf ich einen anderen Fahrer, dem es genau so ging wie mir – offensichtlich hat Googlemaps hier ein Problem in der Gegend zwischen Münster und Hagen so seine Probleme mit dem Routing für Radfahrer. Am Abend kam ich dann nach Hagen wo ich bei der Ausfahrt an einem Schrebergarten nach Wasser fragte um meine Flaschen aufzufüllen. Anschließend habe ich mir einen Platz zum schlafen gesucht.

Donnerstag, 21. August 2015

Heute Morgen fuhr ich zunächst weiter nach Halver und von dort gings weiter nach Radevormwald. Die langen Anstiege hier im Sauerland machten mir jetzt mehr zu schaffen als ich es erwartet hatte – offensichtlich war meine Kondition schlechter als ich es angenommen hatte. Von Radevormwald ging es über Remscheid und Solingen weiter nach Leverkusen und dann nach Köln. Jetzt stellten sich auch allmählich Sitzprobleme ein, sodass ich immer wieder Schiebephasen einstreuen musste um meinen Hintern zu entlasten. Unmittelbar nachdem ich den Rhein über die Mühlheimer Brücke nach Köln überquert habe, verlor ich eine meiner Packtaschen. Ich hatte schon vorher Probleme mit einer meiner Packtaschen, da bei einer der Haken zur Gepäckträgerbefestigung abgerissen ist und ich die Tasche mit Spanngurten am Gepäckträger befestigte. Ich hatte während des fahrens kontrolliert ob die defekte Tasche noch vorhanden ist, was sich ja auch bestätigte. Dass die Tasche auf der anderen Seite abgesprungen war bemerkte ich erst ein paar Minuten Später. Ich fuhr natürlich sofort zurück um die Tasche zu hohlen, doch da war wohl jemand schneller. Zum Glück war außer meinem Werkzeug nichts wichtiges in der Tasche, lediglich die Stabilisierung von Zelt und Schlafsack machte jetzt etwas Bremerhaven_18Probleme. Ich fuhr jetzt weiter am Rhein entlang Richtung Bonn. Als es dann doch dunkel wurde und ich immer noch am Kölner Rheinufer entlang fuhr suchte ich mir wieder eine Platz um mein Zelt aufzuschlagen. Ich fand ihn unmittelbar am Ufer des Rheins.

Freitag, 22. August 2015

Heute sollte der letzte Tag dieser Tour sein, ich habe jetzt noch ca. 190lm bis nach Hause. Die Strecke war jetzt relativ einfach – immer am Rhein entlang bis Bingen, dann entlang der Nahe bis nach Bad Münster am Stein und von dort waren es nur noch ein paar Kilometer bis nach Hause. Aber auch dieser letzte Abschnitt sollte schwieriger sein als gedacht – mein Hintern bereitete mir immer größere Probleme und ich musste immer wieder einige Meter schieben. Aber es ist auch der schönste Teil der Tour. Das Zeigte sich auch an der Anzahl der Tourenfahrer, die mir jetzt begegneten. Von Köln aus ging jetzt über Bonn, Andernach, Remagen – vorbei an den Überresten der Brücke von Remagen –  und weiter nach Koblenz. Hier kam ich direkt ans Deutsche Eck um dann über die Balduinbrücke auf das andere Moselufer zu wechseln. Anschließend bin Bremerhaven_24ich noch durch die Altstadt von Koblenz um dann meinen Weg am Rhein entlang fortzusetzen. Nun ging es weiter durchs Mittelrheintal Richtung Bingen. Solange es noch halbwegs hell war, konnte ich die grandiose Landschaft durch die ich jetzt am Rhein entlang fuhr einigermaßen Genießen. Allerdings macht mir jetzt mein „Sitzfleisch“ immer mehr Probleme und ich musste immer wieder schieben. Als ich endlich in Bingen ankam war es bereits dunkel. Die letzten 30 km waren jetzt nur noch halb so wild. Nach Rund 650 km war ich deutlich erschöpfter als ich es eigentlich erwartet hatte.

Impressionen von der Sail 2015

Radtour

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