Eurobike 2017 – Vorbereitung und Fahrt

Bereits 2 mal – 2013 und 2014 – war ich auf der Eurobike jeweils am Publikumstag. Dieses Jahr hatte ich, als Mitglied des Wriders´Club, einen Blogger Pass (Presse Ausweis) der vieles leichter machte. So war es möglich, die Eurobike auch während der Fachbesuchertage zu besuchen.

Für die Mitglieder des Wriders´Club war eine „Blogger Base“  eingerichtet, die für mich einer der Interessantesten Aspekte der diesjährigen Eurobike war. Hier haben sich viele Blogger aus dem Inn- und Ausland, die das Thema Fahrrad in irgend einer Form behandeln, treffen und austauschen können. Man hat Leute getroffen, deren Blog man schon seit einiger Zeit verfolgt und hat diese Kontakte vertieft oder hat neue Blogger und Ihre Blogs kennengelernt. An dieser Stelle möchte ich mich bei Miriam und Gunnar sowie deren Mitarbeitern, die uns auf der Blogger Base hervorragend Betreut und versorgt haben, bedanken.

Bei meiner ersten Eurobike vor 4 Jahren bin ich mit dem Rad von Fürfeld bei Bad Kreuznach – es gibt noch ein Fürfeld bei Bad Rappenau – nach Friedrichshafen gefahren und im Jahr darauf bin ich mit der Bahn angereist. Dieses mal wollte ich zunächst mit dem Zug nach Ulm fahren und die restlichen gut 100km mit dem Rad, das ich zu diesem Zweck mitnahm da die Fahrradmitnahme im Zug sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Baden-Württemberg (ab 9:00 Uhr) kostenfrei ist. Da ich einen Behindertenausweis mit entsprechendem Merkzeichen und das Beiblatt mit Wertmarke besitze hat mich die Anfahrt praktisch keinen Cent gekostet. Die Bahnfahrt selbst war mal wieder typisch Bahn – in Heidelberg fuhr der Zug fasst eine halbe Stunde zu späht ab und dadurch erreichte ich meinen Anschlusszug in Stuttgart nicht, was mir insgesamt eine Verspätung von eineinhalb Stunden einbrachte. Da ich mit Gitti und Martin ausgemacht hatte, zwischen 18 und 19 Uhr anzukommen musste ich noch mit dem Zug von Ulm nach Biberach fahren. Überrascht wurde ich auf dem Bahnhof Ulm, der ist für reisende mit Fahrrad eigentlich unzumutbar. Bahnsteigwechsel waren ein ziemliches Problem da es keine Fahrstühle gibt. Als ich danach fragte, wurde ich auf die Transportbänder für Koffer verwiesen, die mit Fahrrädern allerdings nicht funktionieren.

Jetzt war noch die Frage der Unterkunft zu klären. Beim ersten Mal war ich mit meinem Zelt auf dem Campingplatz in Fischbach untergekommen und bei meiner 2. Eurobike bin ich morgens an- und abends wieder abgereist. Dieses mal wollte ich etwas anderes ausprobieren. Vor vier Jahren hatte ich, auf der Rückfahrt von der Eurobike, zufällig die Warmshowers (die Warmshowers sind eine Weltweite Community von Radreisenden und Unterstützern die sich gegenseitig Unterkunft und Hilfe gewähren) kontakt und wollte es jetzt mal aktiv ausprobieren. Ich habe mich auf der Webseite https://de.warmshowers.org/ eingeloggt und in der Umgebung von Friedrichshafen nach Übernachtungsmöglichkeiten gesucht. Nachdem ich mehrere Profile herausgesucht hatte, habe ich diese angeschrieben und um eine Übernachtungsmöglichkeit für die 4 Tage während der Eurobike gebeten. Es hatte nicht lange gedauert und die ersten Antwortmails sind bereits kurz nach meiner Anfrage eingetrudelt. Viele waren zu dieser Zeit selbst mit dem Rad unterwegs aber ich hatte dennoch Glück und fand eine Unterkunft bei Gitti und Martin in Tettnang. Hier hatte ich für 4 Tage ein gutes Zimmer, eine Dusche und mein Rad war in einem Schuppen artgerecht und neben einem Tandem, einem Liegetandem und diversen Trekkingrädern standesgemäß untergebracht. Und bevor ich es vergesse, Frühstück, ein Abendessen und diverse Bierchen gab´s noch obendrauf. Es hätte besser sein können.

Die Rückfahrt am Samstagabend sollte dann eine weitere Überraschung für mich bereithalten. Zunächst klappte alles völlig Problemlos. Ich fuhr mit dem Rad bis Meckenbeuren, das nur ei paar Kilometer von Tettnang entfernt ist. Dort erwischte ich den Regionalexpress nach Stuttgart. Hier stieg ich in den Zug nach Heidelberg und dort ging´s weiter nach Kaiserslautern. Gegen 0:00 Uhr kam ich dort an und laut Fahrplan sollte gegen 0:35 Uhr ein Zug nach Bingen gehen. Sollte! Auf dem Bahnsteig gab es dann eine Anzeige, dass der Zug ausfällt. Klasse! Der nächste Zug sollte kurz nach 5 Uhr morgens gehen. Ich hab mich dazu entschlossen, mit dem Rad weiter zu fahren. Dazu musste ich mit dem Rad in die Bahnhofshalle und natürlich war genau dieser Aufzug außer Betrieb. Ich hab versucht das Rad mitsamt Gepäck über die Rolltreppe nach oben zu bekommen, was natürlich in die Hose ging. Auf halben weg nach oben bekam mein Rad Übergewicht und kippte nach hinten. Bei dem Versuch es doch noch zu halten nahm ich dann den gleichen Weg wie mein Rad. Zwei Junge farbige Reisende halfen mir sofort und ich kam mitsamt meinem Rad doch noch oben an. Mitten in der Nacht fuhr ich dann Los. Ich wollte zunächst nach Hochspeyer und von dort über Enkenbach weiter über Winnweiler nach Rockenhausen nach Hause. Zur Sicherheit hatte ich mein Zelt mitgenommen und jetzt sollte sich das auszahlen. Irgendwo zwischen Kaiserslautern und Hochspeyer wurde ich dann doch sehr Müde. Ich fand einen Waldweg den ich ein paar Meter hinein fuhr. Es fand sich ein kleines Fleckchen Rasen auf den mein Zelt passte. Hier übernachtete ich und fuhr am Morgen weiter bis Enkenbach, wo ich wieder den Zug nach Bingen nahm. In Alsenz verließ ich den Zug und fuhr den Rest mit dem Rad.

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