Eurobike 2017 – Die Messe

Am Mittwochmorgen bin ich gegen 10:00 Uhr auf dem Messegelände angekommen. Der Eintritt mit dem Presseausweis verlief Reibungslos. Lediglich der Barcode auf der Rückseite des Ausweises wurde gescannt. Um auf die Blogger Base zu gelangen musste ich zum anderen Ende der Messe – der Eingang war in Halle A1 und die Blogger Base befand sich zwischen Halle A7 und B5.

Auf der Blogger Base angekommen nahm ich zuerst das „Goodieback“ in empfang und stärkte ich mich zunächst mit ´ner Tasse Kaffee und einem Brötchen. In meinem „Goodieback“ fand ich unter anderem eine Tasche von Vaude, die mir schon während der Messe gut Dienste leisten sollte, einen großen Packsack von Ortlieb, den setzte ich auf der Rückfahrt erstmals ein, eine Klingel von Knog, ein Multitool von Schwalbe sowie diverse weitere Kleinteile und Prospekte von verschiedenen Herstellern.

Am ersten Tag wollte ich mir vor allem einen Überblick über die Messe zu verschaffen. Es war sehr Warm und ich schleppte mein Notebook über die Messe. Mir wurde schnell klar, dass ich das Notebook die nächsten Tage nicht mehr mitschleppen würde. Am Stand von BionX mache ich zum ersten mal Halt.BionX Fatbike Liege-Hand-trike Ich stand vor einem sehr brachialen Fatbike-Liegetrike. Das besondere war aber der Antrieb, neben dem Hinterrad-Nabenmotor war das Trike ein Handbike wird also mit den Händen angetrieben. Die Bilder dazu kennen wir alle aus den Übertragungen der Paralympischen Spiele – ich seh immer noch Zanardi nach seinem Sieg in London auf dem Boden sitzend sein Handbike in die Höhe streckend. Das ist mit diesem Handbike sicherlich nicht möglich aber es ist ein spannendes Konzept um Behinderten auch diesen schönen Sport zu ermöglichen. Davon mal abgesehen ist es mit den Hinterrad Nabenmotoren von BionX auch möglich ein normales Rad in ein Pedelec zu verwandeln und  das mit allen Gängen die bei einer Kettenschaltung möglich sind. Gegen 16:30 Uhr hatte ich genug für den ersten Tag und das Gewicht von Notebook, Goodiebag und Prospekten tat das übrige dazu. Als ich die Hallen verlies und zu meinem Rad ging sah ich auf dem Teich vor Halle A1 ein seltsames Varibike auf dem Eurobike SeeGefährt. Es sah aus wie ein Fahrrad mit Schwimmern und gleichzeitig wie ein Handbike. Ich hab mein Gepäck am Rad befestigt und bin zum Fahrer gegangen, der gerade von seinem Gefährt abgestiegen war. Das vorgeführte Amphibienbike ist noch ein Prototyp. Am fertigen Bike sollen die Schwimmer, die jetzt noch aussehen als seien es Pachsäcke von Ortlieb, aus Carbon sein und nicht nur für den Auftrieb im Wasser sorgen sondern gleichzeitig als Stauraum für Gepäck dienen. Diese Schwimmer lassen sich schon jetzt hochklappen damit man auch ganz normal an Land damit fahren kann. Das Varibike war für mich eines der wenigen echten Highlites der Eurobike 2017.

Am nächsten Tag habe ich mich dazu entschlossen, mit dem Bus zur Messe zu fahren, da es nach Regen aussah. Zunächst war es auch noch trocken und ich ärgerte mich ein wenig, da ich mit dem Bus im Stau steckte an dem ich mit dem Rad locker vorbeigefahren wäre. Bis zur Ankunft auf der Messe sollte sich das allerdings ändern. Zunächst ging es mit dem normalen Bus zum Stadtbahnhof und dort in den Messebus. Der Messebus hatte bei der Abfahrt bereits eine knappe halbe Stunde Verspätung und das sollte auf dem Weg zur Messe auch nicht besser werden obwohl die Busfahrerin versucht hat den Stau so weit wie möglich zu umfahren, da sie ja unterwegs keine Haltestellen anfahren musste. Kurz bevor wir auf der Messe ankamen fing es dann an wie aus Eimern zu regnen. Unsre Fahrerin fuhr so nah wie Möglich an die Messehalle heran, damit wir nicht zu nass wurden. Auf der Messe angekommen war der erste Weg natürlich wieder direkt zur Blogger Base um mit den Kollegen zu frühstücken und die Produktvorstellungen der Sponsoren der Blogger Base zu verfolgen. Beim anschließenden „Walk + Meet“ besuchten wir mehrere Aussteller und ließen uns über deren aktuellen Produkte informieren. Danach besuchte ich mehrere Stände die mich interessierten und das hieß nicht unbedingt Pedelecs (in welcher Ausführung auch immer) . Überhaupt interessierten mich die Bikes, ob mit oder ohne Motor, fast überhaupt nicht, sondern eher das Zubehör. Bei meinem Rundgang traf ich auch auf den Stand von Velospring, die ich bereits vor 3 Jahren auf der Eurobike kennengelernt und deren Holzgriffe ich an meinem Kalkhoff Trekkinkrad montiert habe. Ein weiterer Schwerpunkt meines Interesses waren Helme mit Visier die Brillenträgertauglich sind, da ich durch meine alten Postings, die sich mit dem Thema befassen, weis das meine Leser an diesem Thema interessiert sind. KED Helm mit VisirIch fand bei KED (B-Vis, Covis), ABUS (Hyban+, In-Vizz) und Cratoni (Smartride, Comuter, Evo) und UVEX Helme mit Visier die nicht für den Rennsport gedacht sind. Zu den Helmen habe ich Prospekte und werde mich demnächst noch genauer damit befassen, vielleicht bekomme ich ja auch mal ein Testexemplar von einem der Hersteller zur Verfügung gestellt. Bei HP Velotechnik habe ich mir die Liegetrikes angesehen. Es hat mich schon lange gereizt, mal so ein Bike zu fahren – vor allem die Lenkung hat mich interessiert. Bisher hat mich lediglich der tiefe Sitz davon abgehalten, da ich vermutlich kaum wieder daraus aufstehen kann – mit steifen Fußgelenken ist das ziemlich problematisch. HP Velotechnik HP Velotechnik Scorpion mit Behindertengerechter Ausstattunghatte mehrere behindertentaugliche Skorpions ausgestellt, eines davon bin ich im auf dem Freigelände mal kurz Probegefahren und war überrascht, wie gut das mit der Lenkung geklappt hat. Wahrscheinlich werde ich demnächst die Gelegenheit haben, mir die Fahrzeuge und das Werk in Kriftel genauer anzusehen und auch mal ein Rad für eine längere Testfahrt auszuleihen. Das wird natürlich den ein oder anderen Bericht hier im Blogg geben. Einen weiteren halt machte ich bei Möve. Das besondere an den Möve-Bikes ist die Kurbel. Diese sitzt nicht mehr unmittelbar auf der Tretlagerachse sondern ist beweglich hinter dem eigentlichen Tretlager angebracht. Dadurch und durch das Ovale Kettenblatt entsteht beim treten ein Bereich der fasst ohne Belastung auskommt. Beim fahren ist das zunächst etwas ungewohnt – ich bin ein Möve-Bike auf dem Außengelände gefahren. Weitere Herstellerkontakte haben sich teilweise bewusst und teilweise zufällig ergeben. Busch + Müller und Ortlieb hatte ich auf der Blogger Base angesprochen. Ein Testexemplar der Ixon Core Akku-Lampe bekam ich von Busch und Müller direkt in die Hand gedrückt – den Testbericht könnt Ihr demnächst hier lesen. Mit Ortlieb werde ich mich demnächst mal Unterhalten – vielleicht gibt es auch da das eine oder andere Testexemplar. Per Zufall kam ich mit Gonso ins Gespräch, als ich mich auf deren Stand umgesehen habe, seit einiger Zeit interessiere ich mich auch für Radbekleidung die nicht nach Tour de France oder Vuelta aussieht, als ich mich als Blogger geoutet habe wurde ich direkt gefragt ob ich Interesse an einer Zusammenarbeit, sprich an Tests, hätte was natürlich der Fall ist. Da wir gerade bei Rennradbekleidung waren, der Stand von Biemme, ein italienischer Hersteller von Rennsportbekleidung, war mir ins Auge gefallen da ich vor vielen Jahren mal die Trikots eines Amateur-Teams aus der Pfalz designet hatte und das waren Biemme Trikots. Auch hier hat sich während des Gesprächs ein Interesse an einer Zusammenarbeit mit mir herausgestellt.

Am Festival-Day, also dem Tag für das Nicht-Fachpublikum der Messe, gab es noch mal ein besonderes Highlight – Tanja und Denis Katzer hielten einen Vortrag über Ihre 2 Jahre dauernde Reise mit dem E-Bike die sie von Russland durch die Mongolei und einige Länder Süd-Ost Asiens führt. Ich hatte die beiden bei meinem 1. Eurobike Besuch vor 4 Jahren kennengelernt und schon damals erzählte Denis von der Idee zu diesem Trip. Anschließend konnte ich mich noch zusammen mit Blogger-Kollege Martin mit Denis unterhalten, was nochmal sehr interessant war.

Ach ja, der Regen – es hat während der Eurobike eigentlich nur ein Mal Geregnet: vom Donnerstag Morgen bis Samstag Nachmittag, wobei es den ganzen Donnerstag wie aus Eimern gegossen hat.

Nicht gefallen hat mir die, meiner Meinung nach zu starke Ausrichtung auf Pedelecs. Mal abgesehen von den schon vorhandenen Bikes wurden hier auch Rennräder und Kinderräder mit Elektromotoren vorgestellt. In diesem Zusammenhang frage ich mich , was ein motorisiertes Rennrad noch mit Sport zu tun hat. Bei den Kinder Pedelecs frage ich mich auch, wer auf diese aberwitzige Idee gekommen ist? Schon viele Erwachsene haben Probleme damit, ein Pedelec zu beherrschen aber kleine Kinder sollen dazu in der Lage sein? An dieser Stelle sollten die Hersteller dieser Bikes mehr Verantwortung zeigen. Mountainbike-Pedelecs machen noch im touristischen Bereich Sinn, insbesondere in sehr hügeligen oder gar bergigen Gegenden.

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