Steve Abraham – 120.805 km in 365 Tagen

Ich habe ja schon mehrfach über außergewöhnliche sportliche Leistungen berichtet. Diese Berichte bezogen sich aber auf bereits beendete Ereignisse. Dieses mal ist das anders. Das Ereignis ist in vollem Gange und wird noch mehr als 11 Monate dauern.

Vor ein paar Tagen habe ich auf der Webseite von CNN einen Bericht gelesen, in dem der Engländer „Steve Abraham“ ankündigt den seit mehr als 74 Jahren bestehenden Rekord von „Tommy Godwin“ zu brechen.

Am 13. Mai 1940 beendete Tommy Godwin seinen Versuch, in 500Tagen mindestens 100.000 Meilen (160,930 km) mit dem Fahrrad zurückzulegen, erfolgreich. Im Rahmen dieses Rekords legte er die Distanz von 75.065 Meilen (120.805 km) innerhalb eines Kalenderjahres zurück. Das sind 330km pro Tag.

Steve Abraham hat seinen Rekordversuch am 1. Januar 2015 begonnen. Bis Heute – 25. Januar – hat er 4651 Meilen (7485 km) zurück gelegt.

Verglichen mit diesen km-Leistungen wirken die heutigen Profis wie Amateure. Von meinen eigenen will ich in diesem Zusammenhang besser nicht reden.

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Tanken am Neujahrsmorgen

Im letzten Mai hatte ich hier über die Begegnung mit einem betrunkenen Radfahrer berichtet. Ich empfand das damals schon als ziemlich heftig. Gegen das was am Neujahrsmorgen in Rendsburg passierte war´s allerdings schon fast harmlos.

Das man zur  Tankstelle fährt um sein Fahrzeug zu betanken ist ja eigentlich normal. Interessant wird das ganze erst, wenn es sich bei dem Fahrzeug um ein – Fahrrad – handelt und der Zapfhahn im – Gepäckträger – landet.

Geld, um die 54Cent Spritkosten zu zahlen hatte der Radler auch nicht dabei – aber die erlies Ihm der freundliche Tankstellenpächter. Die herbeigerufenen Polizei stellte dann beim Alkoholtest 2,44 Promille fest – kein Wunder dass er das Fahrrad mit seinem Fiesta verwechselt hat. Er durfte anschließend seinen Rausch in einer Zelle ausschlafen.

Ich hätte bei so wenig Blut im Alkohol vermutlich weder das Fahrrad noch den Fiesta gesehen.

Gefunden hab ich das ganze bei NDR Nachrichten

Rückblick – Vorausblick

2014 ist jetzt fast vorbei. Zeit für einen Rückblick auf die letzten 12 Monate.

Ich bin mal wieder viel zu wenig gefahren. Der Sommer fiel mehr oder weniger aus. Dadurch konnte ich nicht, wie geplant, die eine oder andere Radtour mit meiner Tochter unternehmen. Wahrscheinlich wären wir erst ein paar Kilometer unterwegs gewesen bis zum ersten richtigen Regenguss – das wollte ich Ihr nicht zumuten.

Auf der Eurobike war ich auch wieder. Diesmal bin ich allerdings mit dem Zug hingefahren. Neben dem „White Ice Cycle“ von Maria Leijerstam gab es jede Menge e-Bikes zu sehen. Ein offensichtlicher Trend waren schlanke Stahlrahmen und edlen Komponenten wie den Velospring Holzgriffen die ich seit Oktober zwei Monate lang testen konnte. Die waren so gut, dass ich sie behalten habe. Auch mein Langstreckentest mit dem eBike – eine Akkuladung mit dem original Akku schaffte 70km – war überraschend erfolgreich.

Im großen und ganzen war’s das für 2014.

Für 2015 habe ich mir einiges vorgenommen.

Neben einem regelmäßigen Training um meine Kondition zu verbessern und mein Gewicht um mindestens 15kg zu reduzieren – soviel kann ich am Fahrrad nicht einsparen. Im April will ich zur „Spezzi“ in Germersheim. Außerdem werde ich mindestens ein mal nach Bremerhaven – zur „Hanse Sail“ im August – fahren. Ob ich auch 2015 wieder die Eurobike besuche steht noch nicht fest. Außerdem hoffe ich, wieder den einen oder anderen Testbericht schreiben zu können. Hierfür hätte ich nichts gegen die Unterstützung durch Händler und Hersteller eizuwenden. Mein „Radlager“ muss ich auch mal wieder Räumen, das heißt ich habe jede Menge Räder die ich wieder flott machen und verkaufen werde. Darunter sind auch so Schätzchen wie ein mindestens 30 Jahre altes Herkules Damenrad in Top Zustand. Für mich selbst werde ich das „Motobecane Concorde“  – auch mehr als 30 Jahre alt – restaurieren.

und noch ein Helm mit Visier

Ein Tweet von @kette_links hat mich auf diesen „Helm mit Visier“ Zwinkerndes Smiley aufmerksam gemacht.

Die „Helme“ – die eigentlich nur Strickmützen mit Mundschutz (so ähnliche wie Sturmhauben) sind – werden vom polnischen Webshop Krakow Ketts angeboten.

Kurze Durchsagen 14, Teil XII: Nikoläuse und mehr :)

Ich wusste es ja schon immer – der Weihnachtsmann muss Fahrradfahrer sein 😉

mucradblog

Nette Aktion: In Berlin haben eine Handvoll Nikoläuse mal eben einen Radstreifen befreit:

Petition: Weil’s so schön zu den Nikoläusen passt, die Petition: „Machen Sie das Zuparken teurer, Herr Verkehrsminister!“ kann man HIER unterzeichnen!

https://www.openpetition.de/petition/online/machen-sie-das-zuparken-teurer-herr-verkehrsminister

Neuseeland: Ein „Nacktradler“ wurde von der Polizei kostenpflichtig verwarnt. Grund: —er trug keinen Helm

London: Bürgermeister Boris Johnson fällt mal wieder positiv auf:

„Eine Helmpflicht schreckt Menschen vom Radfahren ab. Ich will zum Radfahren ermutigen!“

Apropos Weihnachten: Diese Facebook-Gruppe aus Vancouver sammelt Bilder vom politisch korrekten Christbaumkauf:

B4W9ZtwCMAAGNjP

Ursprünglichen Post anzeigen

Ra(n)dbegegnung

Es ist schon 3 – 4 Wochen her, als ich auf dem Aldi-Parkplatz in Altenbamberg von einem älteren Herren angesprochen wurde. Er muss vorher an mir vorbei gefahren sein als ich von Bad Münster kam. Er hatte sich gewundert, dass ich mit dem Rad auf der Straße gefahren bin und nicht auf dem, neben der Straße verlaufenden, Radweg (nicht Benutzungspflichtig).

Ich habe ihm dann klar gemacht, wo die Probleme auf Radwegen im allgemeinen und insbesondere auf diesem, liegen.

Da ist zunächst die Strecke selbst, die zwar neben der Straße verläuft, aber nicht auf der gleichen Ebene. Teilweise sind, zwar kurze – nur ein paar Meter lange – aber ziemlich Steile, Anstiege zu bewältigen die noch dazu durch Absperrgitter blockiert sind dass sie die meisten Fahrer zum Absteigen zwingen. Ich habe ihm erklärt, dass ich es nicht in Ordnung finde, dass Radfahrer die sich mit Muskelkraft fortbewegen diese Steigungen bewältigen müssen während Autofahrer nur ein paar Meter neben an die Steigungen plattgewalzt bekommen. Mein nächstes Argument war die Jahreszeit und die Tatsache, dass der Radweg wohl auch noch Landwirtschaftlich genutzt wird und dadurch die Fahrbahn eventuell gefährlich verschmutzt – Laub und Matsch – ist und zu stürzen führen kann. Ein Sturz auf diesem Radweg kann außerdem gefährlich werden, da es gerade während der dunkeln, kalten Jahreszeit eine Weile dauern kann, bis man Hilfe bekommt da man von der Straße nicht gesehen wird.

Mein Gesprächspartner war erstaunlich verständnisvoll. Es entwickelte sich ein angenehmer Dialog der sich um den gesamten Verkehr – nicht nur Fahrradverkehr – drehte und mein gegenüber bemerkte am Schluss, dass er das bisher nur aus der Sicht eines Autofahrers gesehen habe und sich der Probleme des Radverkehrs nicht bewusst war. Ich selbst fand die Unterhaltung ebenfalls sehr interessant und finde, dass eine Menge Probleme im Verkehr vermieden werden könnten wenn man mehr miteinander Reden würde.

Kleine Rennradrunde

Heute Nachmittag habe ich nochmal eine kleine – 50km – Rennradrunde gemacht. Das ist eigentlich nicht wirklich erwähnenswert. Aber das Wetter war im vergleich zu Gestern, da war die Sicht ja gleich Null, und Heute dass:

2014-11-02 17.36.04

Radtour im Nebel

Gestern wollte ich eine kleine Radtour machen um Freunde zu besuchen.  Ich hatte mich schon auf eine schöne herbstliche Runde eingestellt – wenigstens Zeitweise mit etwas Sonnenschein. Es kam anders. Als ich Zuhause los fuhr war es schon leicht neblig. „OK“ dacht ich, dann wird´s hoffentlich unterwegs besser. Ich hatte einen Rucksack dabei über den ich sicherheitshalber eine Warnweste gehängt habe um besser gesehen zu werden. Das war aber ein Fall von Denkste – es kam knüppeldick. Teilweise hatte ich eine Sicht von vieleicht 10 Meter. An einer Abzweigung wäre ich fast vorbei gefahren, obwohl ich noch kurz vorher ein Auto rausfahren gesehen habe. Beim Bremsen kam dann die zweite Überraschung – das Hinterrad fing an sich selbständig zu machen und wollte ausbrechen. Es war offensichtlich auch noch relativ glatt – kein Eis aber glatt. Kurz vorher musste ich meine Brille ausziehen – ich sah ohne Brille mehr als mit. Ein Helm mit Visier hätte hier auch versagt, ich kenne zumindest keinen Helm mit integrierten Scheibenwischern. Die ganze Fahrt war insgesamt sehr anstrengend, zum einen weil ich momentan Außer Form bin und zum anderen war die Konzentration wegen des Nebels so hoch, dass sie viel Kraft gekostet hat. Die Rückfahrt war dann deutlich angenehmer – teilweise war Sternenklarer Himmel und wenn’s neblig war, war´s´nicht so schlimm wie bei der Hinfahrt. Neben meinen guten Bremsen – Magura HS33 – hat sich auch meine Beleuchtungsanlage – Luxos U mit AXA Rücklicht und Shimano Nabendynamo – bewährt, insbesondere ohne die Luxos hätte ich noch weniger gesehen.

Wenn ich da an meine früheren Nebelfahrten denke – Lampen die kaum heller als Kerzen waren, Dynamos die bei Nässe einfach durchgerutscht sind und Bremsen bei denen man den Eindruck hatte, dass man einen Ozeanriesen versucht zu bremsen – dann hat sich die Technik zum Glück deutlich verbessert.

Abgefahren – Mit dem Hochrad durchs Death Valley

Dieses Video gehört sicherlich zum abgefahrensten was ich bisher gesehen habe. Auf die „bescheuerte“ Idee muss man erst mal kommen – mit einem Hochrad im Death Valley downhil zu fahren.

Aufmerksam auf das Video wurde ich durch ein posting bei Kettenblatt Blog geworden.

GAADI gegen Fischer – David gegen Goliath

Ich habe bereits zwei mal über die Reifen von GAADI berichtet, mit denen ein Reifendefekt behoben werden kann ohne das Rad ausbauen zu müssen. Im Juni habe ich sogar einen Schlauch getestet – allerdings war der Schlauch nicht von GAADI , sondern von Fischer. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass Fischer Lizenzgebühren an GAADI zahlt, jetzt musste ich feststellen dass dem offensichtlich nicht so ist.

Fischer hatte wohl GAADI angeboten, die Schläuche in Lizenz zu produzieren – was zunächst mal in Ordnung ist, wollte allerdings die Lizenzgebühren diktieren. Das hat GAADI wohl abgelehnt. Im Frühjahr sind die Schläuche unter dem Fischer Label in Supermärkten aufgetaucht. GAADI hat daraufhin Klage eingereicht. Fischer reagierte Prompt und hat seinerseits eine Patentnichtigkeitsklage eingereicht – wohl um GAADI zu zermürben. Hinter der Firma Fischer steckt die Inter-Union Technohandel GmbH die eine Tochter der DB Schenker ist und diese wiederum ist eine Tochter der Bundes Bahn.

Da ich die Schläuche insbesondere für Räder mit Nabenschaltung bzw. Räder ohne Schnellspanner gut finde und die Machenschaften von Fischer für schäbig halte, werde ich in Zukunft nur noch die original Schläuche einsetzen. Um Produkte von Fischer werde ich in Zukunft einen großen Bogen machen.

 

Schlauchwechsel ohne Radausbau
Praxistest: Schlauchwechsel ohne Radausbau