Kleine Rennradrunde

Heute Nachmittag habe ich nochmal eine kleine – 50km – Rennradrunde gemacht. Das ist eigentlich nicht wirklich erwähnenswert. Aber das Wetter war im vergleich zu Gestern, da war die Sicht ja gleich Null, und Heute dass:

2014-11-02 17.36.04

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Radtour im Nebel

Gestern wollte ich eine kleine Radtour machen um Freunde zu besuchen.  Ich hatte mich schon auf eine schöne herbstliche Runde eingestellt – wenigstens Zeitweise mit etwas Sonnenschein. Es kam anders. Als ich Zuhause los fuhr war es schon leicht neblig. „OK“ dacht ich, dann wird´s hoffentlich unterwegs besser. Ich hatte einen Rucksack dabei über den ich sicherheitshalber eine Warnweste gehängt habe um besser gesehen zu werden. Das war aber ein Fall von Denkste – es kam knüppeldick. Teilweise hatte ich eine Sicht von vieleicht 10 Meter. An einer Abzweigung wäre ich fast vorbei gefahren, obwohl ich noch kurz vorher ein Auto rausfahren gesehen habe. Beim Bremsen kam dann die zweite Überraschung – das Hinterrad fing an sich selbständig zu machen und wollte ausbrechen. Es war offensichtlich auch noch relativ glatt – kein Eis aber glatt. Kurz vorher musste ich meine Brille ausziehen – ich sah ohne Brille mehr als mit. Ein Helm mit Visier hätte hier auch versagt, ich kenne zumindest keinen Helm mit integrierten Scheibenwischern. Die ganze Fahrt war insgesamt sehr anstrengend, zum einen weil ich momentan Außer Form bin und zum anderen war die Konzentration wegen des Nebels so hoch, dass sie viel Kraft gekostet hat. Die Rückfahrt war dann deutlich angenehmer – teilweise war Sternenklarer Himmel und wenn’s neblig war, war´s´nicht so schlimm wie bei der Hinfahrt. Neben meinen guten Bremsen – Magura HS33 – hat sich auch meine Beleuchtungsanlage – Luxos U mit AXA Rücklicht und Shimano Nabendynamo – bewährt, insbesondere ohne die Luxos hätte ich noch weniger gesehen.

Wenn ich da an meine früheren Nebelfahrten denke – Lampen die kaum heller als Kerzen waren, Dynamos die bei Nässe einfach durchgerutscht sind und Bremsen bei denen man den Eindruck hatte, dass man einen Ozeanriesen versucht zu bremsen – dann hat sich die Technik zum Glück deutlich verbessert.

Pedelec auf Langstrecke getestet

Seit etwa anderthalb Jahren gehört ein Flyer T8 City Pedelec zu meinem Fuhrpark. Vor ein paar Wochen bekam ich noch einen 10Ah Akku geschenkt, der genau zum Flyer passt. Jetzt kann ich ein paar Sachen ausprobieren, die ich mich vorher mangels Akkukapazität nicht getraut habe.

DSCF0955Im normalen Betrieb in Rheinhessens Hügellandschaft und bei meinem Gewicht von knapp 100Kg hält der Originale 12Ah Akku ca. 50 km durch. Jetzt habe ich getestet wie Lange der Akku tatsächlich hält, wenn man vorwiegend mit niedriger Unterstützung – nur 3 mal habe ich in den Normalmodus gewechselt um die Steigung besser zu bewältigen – unterwegs ist. Mein Test sollte mich nach Mannheim und zurück führen. Zunächst musste ich, über Alzey nach Worms, quer durchs hügelige Rheinhessen fahren. In Worms gings dann über die Nibelungenbrücke auf die andere Rheinseite. Von hier gings ohne nennenswerte Steigung am Hochwasserdamm entlang nach Mannheim. Ich war völlig überrascht, dass ich den Akku nicht wechseln musste – er hielt die gesamte hinfahrt durch. Ich habe dann meinen Akku nachgeladen – allerdings nur ca. 2/3 seiner Kapazität, da für mehr die Zeit nicht gereicht hat. Wegen des schlechten Wetters habe ich mich entschieden, den Rückweg mit dem Zug anzutreten.

Ich gehe davon aus, dass es möglich ist, zusammen mit dem Reserve-Akku eine Distanz von 120km zu bewältigen. In vorwiegend flachen Gegenden ist die Reichweite wahrscheinlich noch um einige km größer.

Pedelec Testroute Fürfeld – Mannheim

Rennradrunde Fürfeld–Rockenhausen–Kirchheimbolanden–Alzey–Fürfeld

Am letzten Sonntag habe ich mal wieder mein altes „Koga Miyata Superwinner Alloy“ aus der Garage geholt und ´ne kleine (gut100km) Runde um den Donnersberg gedreht.

Losgefahren bin ich vor meiner Haustüre in Fürfeld. Über die 2014-08-03 14.30.03B420 bin ich nach Obermoschel gefahren. Da es Sonntag war, gab es nicht allzu viel Verkehr (zwischen Abzweigung Hochstätten und Obermoschel gibt es Radwege die ich allerdings in der Regel nicht nutze). In Obermoschel bin ich links abgebogen und durch ein Tal über Schiersfeld, Finkenbach-Gersweiler, Waldgrehweiler gefahren. Dort gings links ab über Ransweiler nach Dielkirchen. Von Dielkirchen ging es auf der B48 nach Rockenhausen und weiter nach Imsweiler. Weiter gings die Alsenz entlang Richtung Winnweiler. Zwischen Schiersfeld und Winnweiler bin ich dann links abgebogen nach Imsbach und weiter nach Langmeil. Hier war etwa die Hälfte meiner Tour erreicht und ich bog wieder Richtung Norden ab Richtung Dreisen. Vor Standenbühl bin ich dann nach Steinbach abgebogen um weiter nach Dannenfels zu kommen. Hier gings dann rechts ab nach Kirchheimbolanden. Nun ging es weiter Richtung Alzey. Kurz vor Alzey bin ich dann noch nach Walheim abgebogen und von hier aus weiter nach Alzey gefahren. Von Alzey ging es zunächst Richtung Bad Kreuznach aber kurz vor dem Ortsschild bin ich dann rechts abgebogen nach Heimersheim. Von Heimersheim aus gings über Lonsheim, Bornheim und Flonheim nach Wendelsheim und weiter über Wonsheim und Hof Iben nach Hause.

Wer die Gegend um den Donnersberg kennt, weiß dass die Tour durch wunderschöne Landschaft führt und auch nicht gerade anspruchslos ist – sie ist ziemlich hügelig, was die 1417 Höhenmeter (laut Naviki) eindrucksvoll zeigen.

Donnersbergrunde – Fürfeld-Obermoschel-Rockenhausen-Imsbach-Kirchheimbolanden-Alzey-Fürfeld

Naviki – Test der neuen Version

Nachdem ich in meinem letzten Test von Naviki vom Routing endtäuscht war, hat sich wieder etwas getan. Naviki hat seinen Onlinedienst deutlich verbessert, bleibt aber dennoch im „Beta“-Stadium. Die Hauptkritikpunk im letzten Test waren die Tatsache dass Naviki ständig versucht hat mich von Hauptrouten fern zu halten und wenn man von der vorgegebenen Route abweicht wird man nicht wieder zur vorberechneten Route zurückgeführt.

Screenshot_2014-07-23-12-35-19Das berechnen einer Route ist deutlich besser, aber noch nicht Perfekt geworden. Es gibt jetzt die Möglichkeit, verschiedene Routing-Profile in der App einzubinden. Die Profile sind jedoch nicht kostenlos  – es gibt Profile für Freizeit, Mountainbike und Rennrad, die zwischen 3,79 Euro und 4,79 Euro kosten. Zum Testen habe ich das Rennrad-Profil installiert. Als Test des Profils nutzte ich die Strecke2014-07-24 15_19_30-Details von Fürfeld nach Alzey – hier bin ich mit jedem Staubkorn auf der Straße per Du. Auf ca. 20 km sind lediglich 2 Streckenabschnitte die ich für unlogisch halte. Mit ein klein wenig manueller Nachbearbeitung lässt sich das allerdings beheben – dazu sind allerdings auch Ortskenntnisse nötig. Die Abweichungen sind nicht allzu dramatisch, so dass man auch ohne weiteres die vorgegebene Route fahren kann. Die Mountainbike- und Freizeitprofile habe ich noch nicht getestet – dazu werde ich bei Gelegenheit aber eigene Testberichte schreiben. Im vergleich zu Google Maps ist die Planung von Naviki aber Klasse – Google Maps kennt keine speziellen Fahrradprofile und versucht einen Grundsätzlich von den Straßen wegzuführen.

Am letzten Punkt – dem abweichen von der Route – hat sich nicht viel getan. Noch immer wird lediglich angesagt, in welcher Himmelsrichtung das Ziel liegt. Kommt man irgendwann wieder auf die vorher berechnete Route zurück wirdNaviki-4 das jetzt erkannt – ich bin mir jetzt nicht mehr sicher ob das vorher auch so war. Besser wäre es, dass man auf schnellstem Weg wieder zur berechneten Route  zurückgeführt wird, Umleitungen gibt es nun mal immer wieder. Ein komplettes neuberechnen der Route, was ich in meinem vorherigen Test sehr bemängelt habe, lässt sich mit einer Einstellung korrigieren: dazu wechselt man zum Hauptmenü, dort auf Einstellungen und dann auf Navigationsanweisungen. Hier entfernt man den Haken bei „Automatische Neuberechnung der Route“ und schon wird nicht mehr neuberechnet – das hat aber schon vorher funktioniert – ich hab es nur nicht gesehen.

 

Fahrradnavigation mit Google Maps

Naviki Android-App
Neuer Online Fahrrad-Routenplaner Naviki

Google´s Reaktion auf Kritik an GoogleMaps

Ich habe mich hier schon mehrfach mit GoogleMaps als Routenplaner befasst. In meinem ersten beiden Postings – Neuer Fahrrad-Routenplaner – Google Maps  und Google Maps als Radroutenplaner – habe ich teilweise heftige Kritik an GoogleMaps geübt. Gedacht waren beide Postings als Hilfe für Radfahrer, die GoogleMaps zur Tourenplanung nutzen wollten. Ich hätte allerdings niemals damit gerechnet, dass jemand von Google sich diese Postings ansieht und dann die Kritik auch noch angenommen wird und zu Verbesserungen herangezogen wird. Ich wurde eines besseren belehrt. Im März bekam ich eine eMail – die ich erst jetzt, beim durchsehen meiner Spamordner, entdeckt habe – deren Inhalt ich niemandem vorenthalten möchte:

GoogleMaps-Mail

 

Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, ob es tatsächlich die Postings hier im Blog waren, oder ob ich vieleicht ein Feedbag auf GoogleMaps abgeschickt habe, aber offensichtlich ist es angekommen. Dafür möchte ich mich bei Brian McClenton bedanken.

Zur Information: Brian McClenton ist einer Mitbegründer und Software-Entwickler von Keyhole.Inc, deren Technologie die Grundlage für Google Maps und Google Earth ist. Heute leitet er Google Maps und Google Earth.

Fahrradnavigation mit Google Maps
Neuer Fahrrad-Routenplaner – Google Maps
Google Maps als Radroutenplaner

Sommer 2006 – Radtour in den Schwarzwald

Im August 2006 bin ich mit dem Rad in den Schwarzwald gefahren. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich nur die Hügel in Rheinhessen, der Pfalz und etwas vom Odenwald und den östlichen Rand des Hunsrücks gewohnt und ich überlegte mir, ob ich genug Kraft und Ausdauer habe um die Steigungen im Schwarzwald überhaupt zu bewältigen. Der kleine Ort Weilheim – Rohr sollte mein Ziel sein. Die Route dorthin habe ich, wie für mich typisch, nur grob geplant.Das Heißt, ich habe mir nur die Hauptpunkte aufgeschrieben und mich ansonsten überraschen lassen.

Die geplante Route sah so aus:

Hinfahrt:

  • Johanniskreuz
  • Annweiler (Trifels)
  • Weißenburg (Wissembourg)
  • Straßburg
  • Schluchsee
  •  

    Rückfahrt:

  • Feldberg
  • Schau ins Land
  • Freiburg
  • Weinstraße
  •  

    Nachdem ich das Rad mit Packtaschen (Kleidung, Werkzeug, Fotoapparat, Lebensmittel), Zelt und Schlafsack ausgerüstet hatte, die Getränkeflaschen gefüllt waren , gings bei strahlend blauem Himmel los. Unterwegs stellte ich dann noch fest, dass ich die Karten zu Hause vergessen hatte – ich bin dann ohne Karten weitergefahren. Ein Grund weshalb ich Radwege meide – die Beschilderung am Straßenrand ist deutlich besser als auf Radwegen.

    Aus Fürfeld heraus gings zunächst nach Hof Iben, dort bin ich dann rechts ins Appelbachtal abgebogen um mich auf den nächsten 20km langsam in die Tour einzurollen. Anschließend ging es um den Donnersberg herum in Richtung Kaiserslautern. Dort fuhr ich am Betzenberg Stadion vorbei in Richtung Johanniskreuz, wo ich eine erste Pause machte. Anschließend ging es weiter Richtung Annweiler, immer in langgezogenen Kurven – die sind auf dem Motorrad mit Sicherheit noch viel Interessanter (soweit mir bekannt ist, ist diese Strecke inzwischen für Motorradfahrer gesperrt, da es wohl zu viele Unfälle gab). Im Tal angekommen ging es Richtung Annweiler. Wenn man jetzt leicht nach rechts schaute, sah man schon die Burg Trifels und erkannte auch, woher der Name stammt. Ich hatte leider keine Zeit, um mir die Burg anzusehen und fuhr weiter Richtung französische Grenze. Hier tauchte auch das erste und bis kurz vor Straßburg einzige Wegweiser nach Straßburg auf – es waren noch 120km. Jetzt gings weiter über Klingenmünster und Bad Bergzabern nach Schweigen. Hier fuhr ich dann durchs südliche Deutsche Weintor nach Weisenburg und somit über die französische Grenze. Nach einer kurzen Runde durch Weisenburg bin ich dann Richtung Seebach gefahren. Langsam musste ich mich auch um einen Schlafplatz kümmern. Irgendwo Zelten war ungünstig – es zogen Gewitter auf. Ich habe dann eine Pension gefunden, die ein Preiswertes, gut ausgestattetes und geräumiges Zimmer für mich hatten.

    Route: Fürfeld – Seebach/Elsaß

    Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Straßburg. Da ich keine Karten dabei hatte und französisch nicht gerade meine Sprache ist, musste ich mich durchfragen – zu meinem Glück sprechen die Elsässer scheinbar besser deutsch als französisch. Kurz vor Straßburg sah man dann langsam wie groß die Radsportbegeisterung in Frankreich ist – auf  den Inseln der Kreisel sah man immer häufiger Skulpturen aus Radsportsymbolen. Ich fuhr in die Innenstadt und kam unweigerlich zum Münster dort trank ich in einem Kaffee am Domplatz eine Tasse Kaffee und fuhr dann weiter. Ich wollte jetzt wieder zurück nach Deutschland. Zu meiner Überraschung fand ich mich prima in Straßburg zurecht und fand den Weg zur Europabrücke ohne Probleme. Auf der Brücke sah man dann wieder spuren der „Tour de France“ – Didi Senf, der „Tour Teufel“, hatte sich mit seinen Symbolen auf der Brücke verewigt. In Kehl angekommen habe ich die Gelegenheit war genommen und bin in die Touristeninformation, an der ich zufällig vorbei kam, gegangen und habe mich mit Karten für die Weiterfahrt versorgt. Jetzt ging es weiter Richtung Freiburg. Irgendwo auf halbem Weg zwischen Kehl und Freiburg habe ich mir einen Platz gesucht, an dem ich mein Zelt aufschlagen konnte, weil ich mal wieder solange gefahren bin dass ich keine andere Unterkunft mehr bekam und einen Zeltplatz habe ich auch nicht gefunden.

    Route: Seebach/Elsaß – Ringsheim

    Am dritten Tag ging es dann früh morgens los in Richtung Freiburg. Kurz vor Freiburg bin ich links abgebogen ins Glottertal – für Freunde der Fernsehserie „Schwarzwald Klinik“ aus den 80ern, das Gebäude der Klinik ist von der Straße aus einiger Entfernung zu sehen. Ich war gespannt, wie ich da hoch komme. Schon beim hochfahren merkte ich dass es besser ging als ich es erwartet hatte – oben angekommen zeigte mein Computer immer noch knapp 20kmh an – ohne dass ich mich übermäßig angestrengt hätte. Weiter gings jetzt in Richtung Hinterzarten. Langsam bekam ich Probleme – mein Magen fing an sich zu verkrampfen und ich musste die eine oder andere Pause einlegen. Bevor es nach Hinterzarten ging, überquerte ich noch den Thurnerpass und war damit zu ersten mal überhaupt mit dem Rad auf über 1000m geklettert. In Hinterzarten war ich mit meiner Kraft am Ende. Ich konnte nicht mehr weiter. Ich habe meine Bekannten angerufen und mich abholen lassen – es wären noch ca. 50km bis zum Ziel, in Weilheim-Rohr, gewesen.

    Route: Ringsheim – Hinterzarten

    Bevor es auf den Rückweg ging, hatte ich genügend Zeit, um mich wieder zu erholen.

    Mein erstes Ziel auf dem Rückweg war der Schluchsee. Auf dem Weg dorthin habe ich die 1000m Höhenmarke (Höhenschwand) nochmals überschritten. Belohnt wurde ich mit einer tollen Abfahrt zum Schluchsee. Dort angelangt habe ich zuerst mal eine kleine Pause eingelegt. Nach einer Weile gings dann weiter. Ich wollte zum Feldberg. Also gings zunächst am Ufer des Schluchsee´s lang um dann zum Feldberg abzubiegen. Zunächst gings durch den Ort Feldberg und weiter nach Bärental. Hier geht´s links rum zum Feldbergpass, der auf 1250m Höhe liegt. Nun geht´s in die Abfahrt, die mit ca. 10% Gefälle deutlich steiler ist als die Steigung vom Schluchsee hierher. Da die Abfahrt nicht nur Steil sondern auch lang ist, hatte ich ein Problem. Es war schon während der ganzen Tour sehr warm – Temperaturen von 35Grad und mehr waren nix besonderes – und das bremsen auf der langen Abfahrt die Felgen auch nicht kühler werden lies, hatte ich in der hälfte der Abfahrt einen Platten. Also rechts ranfahren und Reifen flicken. Zuerst wollte ich den Reifen tatsächlich flicken – was ich aber dann doch bleiben lies, da der Kleber nicht fest wurde – es war einfach zu heiß. Ich habe meinen Reserveschlauch eingezogen und gehofft dass ich keinen weiteren Platten mehr auf meiner Heimfahrt habe. Es ging jetzt die restliche Abfahrt hinunter und weiter nach Todtnau. Im Tal angekommen war ich von der Landschaft so gefesselt, dass ich nicht auf die Straße geachtet hatte und nach links von der Fahrbahn abkam und mit dem Oberschenkel die Leitplanke touchierte. Nachdem der Schmerz nachließ gings weiter nach Todtnau und weiter Richtung „Schau ins Land“. Die Fahrt hinauf zum „Schau ins Land“ ließ mich die Schmerzen vergessen. Auf dem Schau ins Land angelangt versprach die Abfahrt nach Freiburg eine Menge Spaß. In Freiburg angekommen habe ich mich nach einer Übernachtungsmöglichkeit umgesehen und bin auf einem Campingplatz gelandet.

    Route: Weilheim-Rohr – Freiburg

    Am nächsten Morgen wollte ich den Rhein abwärts, in Richtung Kehl, fahren. Ich fand mich plötzlich in St. Peter wieder. Hier jetzt links herum gings wieder ins Glottertal, diesmal aber in umgekehrter Richtung. Bei der Abfahrt hatte ich dann meinen 2. Platten eingefahren. Wegen der immer noch andauernden Hitze habe ich erst gar nicht versucht, den Schlauch zu flicken. Da ich keinen weiteren Ersatzschlauch dabei hatte, musste ich mir einen besorgen. In Glottertal gibt es aber keinen Radladen. Also habe ich mein Rad abgestellt – ich hatte die Gelegenheit, das Rad in der Festhalle in Glottertal unterzustellen. Mit dem Bus bin ich ins Nachbarort Denzlingen gefahren und habe im dortigen Fahrradladen einen neuen Schlauch bekommen. Zurück in Glottertal war der Reifen schnell gewechselt und es ging weiter. Mit der Fähre bin ich am Abend nach Rhinau übergesetzt und weiter Richtung Straßburg gefahren. Etwa 20km vor Straßburg bin ich dann auf einen Campingplatz gefahren und habe dort übernachtet.

    Route: Freiburg – Gerstheim/Elsaß

    Heute soll´s nachhause gehen. Es ist eine sehr lange Strecke – ca. 240km – und es wird auch wieder sehr heiß. Wegen der langen Strecke bin ich Frühzeitig losgefahren. Gegen 9Uhr war ich schon in Straßburg und habe am Münster Kaffee getrunken. Anschließend gings weiter in Richtung Weißenburg. Auf diesem Teilstück hatte ich vor allem mit der Hitze zu kämpfen. Nach ca. 20km zeigte mein Computer +41,5Grad an. Ich benötigte mehr Zeit um Getränke zu besorgen. Da es Wochenende war, war das in Frankreich nicht ganz so einfach. Am Nachmittag zog es sich langsam zu. Als ich in Seebach ankam fing es an zu donnern. Um das Gewitter abzuwarten, bin ich in eine Kneipe gegangen und hab etwas getrunken. Das Gewitter hat gut 2 Stunden gedauert und dadurch hatte ich Gelegenheit mich mit den Gästen zu unterhalten. Nach dem das Gewitter durch war bin ich weiter gefahren. Die 10km nach Schweigen hatte ich schnell geschafft. Jetzt gings über die Grenze nach Schweigen und dann immer die Weinstraße entlang durch die Pfalz – ich habe beide Weintore in einer Etappe geschafft. In Monsheim gings dann links ab ins Zellertal. Die letzten 50km wurden dann zur Tortur.

    Route: Gerstheim/Elsaß – Fürfeld

    Naviki Android-App

    Ich habe mir zum testen die Naviki-App auf mein Android-Smartphone geladen und auf einer Tour nach Mainz getestet. Die Stärke der App ist die Ansage der Route, damit hat man wie bei PKW-Navis den Blick frei für den Verkehr und muss nicht auch noch auf die Anzeigen des Navis achten.

    Ich hatte mir die Route zunächst am PC auf der Naviki Webseite die Route erstellt und gespeichert. Auf der Naviki-Webseite kann man die Route problemlos, wenn auch etwas umständlich, seinen Bedürfnissen anpassen.

    Beim ersten nutzen der Naviki-App muss man sich einloggen, dazu wechselt man vom Hauptmenü aus in den Punkt „Einstellungen“ und tippt dort auf „Einloggen“. Hier gibt man, wie üblich den Benutzernamen und das Passwort ein, dass man auch auf der Naviki Webseite zum einloggen nutzt. Um nun die Route in der App zu öffnen muss man im Hauptmenu auf Wege tippen. Ich habe allerdings zunächst den Punkt „Extras“ ausgewählt um „Navigationsanweisungen“ (die Sprachsteuerung für Naviki) zu installieren – der Spaß kostet 3,79 Euro. Von hier wechselte ich wieder zum Hauptmenü zurück und von dort in Einstellungen um die Sprachsteuerung genau an die eigenen Bedürfnisse  anzupassen. Anschließend bin ich wieder ins Hauptmenü und von dort zu „Wege“ gewechselt. Je nachdem wie die vorherige Route gespeichert wurde muss man nun auf „Meine Wege“ oder „Gemerkte Wege“ tippen. Voreingestellt ist „Meine Wege“. Nun tippt man die entsprechende Route an und bekommt die Daten der betreffende Route angezeigt. Im Hauptfenster „Übersicht“ werden die Entfernung und die geschätzte Fahrzeit angezeigt. „Beschreibung“ wird nur unter „Meine Wege“ angezeigt. Hier kann man die gefahrene Tour durch antippen verschiedener, vorgegebener Punkte wie z.B. Ort, Straße, Fluss, Feld, Asphalt usw. beschreiben. Unter „Höhen“ bekommt man das Höhenprofiel, den höchsten und den niedrigsten Punkt sowie  die addierten Höhenmeter der Tour angezeigt. Tippt man auf den Reiter „Karte“ bekommt man natürlich eine Karte der Tour angezeigt und unter „Roadbook“ bekommt man die Abbiegeanweisungen – die man ja auch angesagt bekommt – angezeigt.

    Mit dem Hauptmenüpunkt „Route berechnen“ kann man eine neue Route planen – ich habe allerdings noch keine Möglichkeit gefunden außer Start und Ziel noch weitere Punkte in der Route einzubauen – auf der Webseite geht das natürlich.

    Unter dem Menüpunkt „Weg aufzeichnen“ wird das tracken (aufzeichnen) der Route gestartet.

    Jetzt aber zum eigentlichen Test:

    Schon am Anfang nervte die Ansage damit dass ich angeblich die Route verlassen habe – ich war noch nicht einmal losgefahren. Anschließend hat die App sofort die Route neu berechnet. Anstatt mich auf die vorberechnete Route zurückzuführen wird eine komplett neue Route berechnet  – das disqualifiziert die App – zumal dadurch auch eventuell geplante Zwischenstopps nicht mehr angefahren werden können. Hier muss Naviki definitiv nachbessern.

    Neuer Online Fahrrad-Routenplaner „Naviki“

    Praxistest: Schlauchwechsel ohne Radausbau

    Im Februar habe ich über den Schlauch der Firma GADI gebloggt, bei dem man das Rad zum Schlauchwechsel nicht auszubauen braucht. Inzwischen ist der Reifen bei den Händlern und sogar im Supermarkt angekommen. Ich habe jetzt die Gelegenheit gehabt, einen Schlauch in der Praxis zu testen. Ein älteres 26” Zoll Rad mit defektem Schlauch benutzte ich als Test.

    Nachdem ich das Rad auf den Kopf gestellt hatte, habe ich zuerst den Mantel auf der einen Seite von der Felge gehoben – mit Reifenhebern. Anschließend habe ich den defekten Schlauch herausgezogen und Schlauch_4durchgeschnitten – hier kann ein Taschenmesser hilfreich sein. Nun habe ich den neuen „Reparaturschlauch“ leicht aufgepumpt und in die Felge geschoben. Anschließend habe ich den Mantel wieder in die Felge zurück geschoben und den Reifen mit entsprechendem Druck aufgepumpt. Eine erste Testfahrt viel positiv aus. Ich konnte keinen Schlauch_5Unterschied zu einem normalen Schlauch feststellen. Der Austausch des Schlauchs geht genauso schnell wie bei demontiertem Hinterrad nur dass man die Demontage und das mitschleppen der passenden Gabelschlüssel gespart hat.

     

    Schlauch_6

     

    Ich werde diesen Schlauchtyp beim Flyer und allen Rädern mit Nabenschalung, sowie bei älteren bzw. preiswerteren Rädern ohne Schnellspanner als Notschlauch für Unterwegs einsetzen.

    Fahrradnavigation mit Google Maps

    Bei einer Radtour Gestern habe ich die Navigation mit Google Maps auf dem Smartphone getestet.

    Android-GPS_Einstellung

    Zunächst habe ich die GPS-Funktion (über <Einstellungen> und dann <Sandortdienste>) eingeschaltet. Als nächstes habe ich Google Maps geöffnet indem ich auf dem Startbildschirm auf das Symbol von Google Maps mit dem Finger getippt habe. Jetzt erscheint der Bildschirm von Google Maps und versucht sofort mit Hilfe von GPS den aktuellen Standort zu ermitteln, der dann im Zentrum des Bildschirms als blauer Punkt angezeigt wird.

     Android-GoogleMaps_1

    Als nächstes habe ich im Suchfeld, oben im Bildschirm, auf das linke Symbol geklickt.

    Android-GoogleMaps_3

    Jetzt öffnet sich das Fenster zum Festlegen des Start- und des Zielorts. Diese Daten kann man zum einen über die Tastatur eingeben oder aber einen der Vorschläge auswählen, die Google Maps anbietet – hierzu steht zum einen ““„zu Hause“ und zum anderen der Verlauf der Orte, die man in sich Google Maps bereits angesehen hat, zur Verfügung.

    Android-GoogleMaps_2

    Zusätzlich lässt sich hier die Art der Fortbewegung – Auto und Motorrad, öffentliche Verkehrsmittel, Rad und Fußgänger – über die Piktogramme, im oberen Bereich des Fensters, einstellen. Sobald das Ziel eingegeben ist, berechnet Google Maps die Route und zeigt eine Liste mit 3 Routen an aus der man sich nun die passende aussuchen und antippen kann.

    Android-GoogleMaps_4

    Nachdem man die Route angetippt hat, wechselt der Bildschirm in die Kartendarstellung und Zeigt die Route sowie die alternativen Routen an.

    Android-GoogleMaps_5

    Nun kann das Routing gestartet werden indem man auf den blauen Pfeil unten links klickt. Hat man keine Halterung fürs Smartphone am Lenker ist das kein Problem, da die Route per Sprache angesagt wird. Richtungsänderungen werden Rechtzeitig angesagt, so dass man nicht ständig auf das Display sehen muss. Ich habe zum Ausprobieren einen Kopfhörer angeschlossen – ich hatte aber nur einen der beiden Lautsprecher genutzt um auch den Verkehr mitzubekommen. Bei Bluetooth Headsets muss das Headset das passende Profil mitbringen und auch Musik übertragen, reine Telefon-Bluetooth Headsets dürften nicht funktionieren.

    Das Routing in Google Maps für Android befindet sich noch im Betastatus, worauf auch in der App hingewiesen wird. Dafür funktioniert das Routing aber schon sehr gut. Die Sprachansage ist manchmal schwer zu verstehen – vor allem wenn noch laute Verkehrsgeräusche dazu kommen. Ansonsten sollte man sich grundsätzlich nicht zu 100% auf die Navigation verlassen – das betrifft aber nicht nur Google Maps sondern alle Navigationssysteme – um keine bösen Überraschungen zu erleben. Außerdem sollte man für Stromreserven in Form einer Powerbank oder einer Stromversorgung am Rad (Nabendynamo mit entsprechendem Anschluss z.B. Busch und Müller Luxos U) da GPS und Sprachansage den Akku des Handys stark belasten.

    Für Otto-Normal Radfahrer der am Wochenende mit der Familie eine kleine Tour fahren will oder auch für die Vatertags Runde ist die Navigation per Google Maps vollkommen ausreichend.

    Neuer Fahrrad-Routenplaner – Google Maps
    Google Maps als Radroutenplaner
    Google´s Reaktion auf Kritik an GoogleMaps