Meine erste Critical Mass

Gestern wollte ich zum ersten mal eine Critical Mass mitfahren. Die für mich am nächsten gelegene, ist die Mainzer CM. Weiterlesen

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Telefonieren am Lenker wird teurer

Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, begegnen mir öfters andere Verkehrsteilnehmer, die während der Fahrt mit telefonieren – und zwar mit dem Handy am Ohr, oder in irgendeiner Weise am Smartphone „herumspielen“  und so vom Verkehr abgelenkt sind. Jetzt gerade lese ich einen Artikel, in dem angekündigt wird, dass das telefonieren am Steuer teurer wird. Weiterlesen

Autofahrer fotografiert im Kreisverkehr

Vor ein paar Tagen bin ich mit dem Rad nach Bad Kreuznach gefahren. Als Ich die „Alzeyer Straße“ runter fuhr – ich hatte ca. 35 – 30 Std.km drauf – wurde ich von einem PKW, der plötzlich vom rechten Straßenrand los fuhr, zum Bremsen gezwungen.

Das alleine ist ja kaum erwähnenswert. Wir erleben das alle ja ständig.

Was dem Fass aber den Boden ausschlug sollte aber erst noch kommen. Im Kreisel an den ehemaligen „Rose Barracks“, die zur Zeit eine Großbaustelle ist, zückte der Fahrer des PKW tatsächlich einen Fotoapparat und versuchte zu fotografieren. Dabei konzentrierte er sich so stark auf die Kamera, dass ich befürchtete er könnte jeden Moment einen Unfall bauen. Ich habe mich daraufhin lautstark beschwert und zu meiner Überraschung hat er das auch offensichtlich mitbekommen. Den er hielt, kurz nachdem er aus dem Kreisel „unfallfrei“ heraus kam, an der Seite an und sprach mich an. Da der Ton die Musik macht und seine Ansprache nur meine lautstarke Beschwerde betraf, er aber seinen Fehler nicht einsah, verlief das „Gespräch“ entsprechend. Wie gesagt, er sah keinen Fehler darin in einer sehr engen Kurve einen Fotoapparat zu bedienen. Aber mir warf er vor, dass ich „gerast“ sei – wohlgemerkt ich fuhr hinter ihm. danach war mir klar, dass hier keine vernünftige Diskussion entstehen konnte . Ich beendete das ganze indem ich einfach weiterfuhr. Ich konnte es mir allerdings nicht verkneifen ihn noch ein wenig zu ärgern und bin bewusst sehr langsam gefahren – den er hatte ja behauptet ich sei gerast.

Ra(n)dbegegnung

Es ist schon 3 – 4 Wochen her, als ich auf dem Aldi-Parkplatz in Altenbamberg von einem älteren Herren angesprochen wurde. Er muss vorher an mir vorbei gefahren sein als ich von Bad Münster kam. Er hatte sich gewundert, dass ich mit dem Rad auf der Straße gefahren bin und nicht auf dem, neben der Straße verlaufenden, Radweg (nicht Benutzungspflichtig).

Ich habe ihm dann klar gemacht, wo die Probleme auf Radwegen im allgemeinen und insbesondere auf diesem, liegen.

Da ist zunächst die Strecke selbst, die zwar neben der Straße verläuft, aber nicht auf der gleichen Ebene. Teilweise sind, zwar kurze – nur ein paar Meter lange – aber ziemlich Steile, Anstiege zu bewältigen die noch dazu durch Absperrgitter blockiert sind dass sie die meisten Fahrer zum Absteigen zwingen. Ich habe ihm erklärt, dass ich es nicht in Ordnung finde, dass Radfahrer die sich mit Muskelkraft fortbewegen diese Steigungen bewältigen müssen während Autofahrer nur ein paar Meter neben an die Steigungen plattgewalzt bekommen. Mein nächstes Argument war die Jahreszeit und die Tatsache, dass der Radweg wohl auch noch Landwirtschaftlich genutzt wird und dadurch die Fahrbahn eventuell gefährlich verschmutzt – Laub und Matsch – ist und zu stürzen führen kann. Ein Sturz auf diesem Radweg kann außerdem gefährlich werden, da es gerade während der dunkeln, kalten Jahreszeit eine Weile dauern kann, bis man Hilfe bekommt da man von der Straße nicht gesehen wird.

Mein Gesprächspartner war erstaunlich verständnisvoll. Es entwickelte sich ein angenehmer Dialog der sich um den gesamten Verkehr – nicht nur Fahrradverkehr – drehte und mein gegenüber bemerkte am Schluss, dass er das bisher nur aus der Sicht eines Autofahrers gesehen habe und sich der Probleme des Radverkehrs nicht bewusst war. Ich selbst fand die Unterhaltung ebenfalls sehr interessant und finde, dass eine Menge Probleme im Verkehr vermieden werden könnten wenn man mehr miteinander Reden würde.

GAADI gegen Fischer – David gegen Goliath

Ich habe bereits zwei mal über die Reifen von GAADI berichtet, mit denen ein Reifendefekt behoben werden kann ohne das Rad ausbauen zu müssen. Im Juni habe ich sogar einen Schlauch getestet – allerdings war der Schlauch nicht von GAADI , sondern von Fischer. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass Fischer Lizenzgebühren an GAADI zahlt, jetzt musste ich feststellen dass dem offensichtlich nicht so ist.

Fischer hatte wohl GAADI angeboten, die Schläuche in Lizenz zu produzieren – was zunächst mal in Ordnung ist, wollte allerdings die Lizenzgebühren diktieren. Das hat GAADI wohl abgelehnt. Im Frühjahr sind die Schläuche unter dem Fischer Label in Supermärkten aufgetaucht. GAADI hat daraufhin Klage eingereicht. Fischer reagierte Prompt und hat seinerseits eine Patentnichtigkeitsklage eingereicht – wohl um GAADI zu zermürben. Hinter der Firma Fischer steckt die Inter-Union Technohandel GmbH die eine Tochter der DB Schenker ist und diese wiederum ist eine Tochter der Bundes Bahn.

Da ich die Schläuche insbesondere für Räder mit Nabenschaltung bzw. Räder ohne Schnellspanner gut finde und die Machenschaften von Fischer für schäbig halte, werde ich in Zukunft nur noch die original Schläuche einsetzen. Um Produkte von Fischer werde ich in Zukunft einen großen Bogen machen.

 

Schlauchwechsel ohne Radausbau
Praxistest: Schlauchwechsel ohne Radausbau

Keine Teilschuld durch nichttragen von Fahrradhelm

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich hier über das zweifelhafte Urteil des Oberlandesgerichts Schleswig-Holstein berichtet, das einer Radfahrerin, die ohne eigene aktive Mitschuld an einem Unfall trotzdem den Schadensersatz um 20% gemindert wurde weil Sie keinen Fahrradhelm trug. Jetzt hat der Bundesgerichtshof das Urteil aufgehoben und der Radlerin das volle Schmerzensgeld zugesprochen.

Begründet wird das Urteil damit, dass es in Deutschland nun mal keine Helmpflicht für Fahrradfahrer gibt und daher auch keine Reduzierung des Schmerzensgeldes begründet werden kann. Auch die Akzeptanz des Helms bei Fahrradfahren – die liegt bei ca. 15% – spielte eine Rolle und nicht, wie im Urteil des Landesgerichts begründet, davon ausgegangen werden kann, „dass ein verständiger Mensch zur Vermeidung eigenen Schadens beim Radfahren einen Helm tragen wird.“

Das Urteil des BGH stärkt eindeutig die Rechte von Radfahrern und führt gleichzeitig keine Helmpflicht durch die Hintertür ein.

Ich selbst finde es grundsätzlich gut, dass es dem Radfahrer überlassen bleibt ob er mit oder ohne Helm fährt. Ich selbst fahre nur mit Helm. In den letzten Jahren hatte ich auch den ein oder anderen Sturz bzw. Unfall bei denen mich der Helm vor Verletzungen schützte. Allerdings kann auch ein noch so guter Helm nicht alle Verletzungen verhindern – insbesondere im Gesicht und im Nacken wird ein Helm kaum helfen können.

(Das Foto zeigt meinen KED Helm nach einem Sturz, bei dem mir in einer 13%-Steigung im Wiegetritt die Kette gerissen ist und ich ungebremst mit der rechten Kopfseite auf dem Asphalt aufgeschlagen bin)

Letztendlich müssen wir Radfahrer vor allem vorrausschauend fahren und Fehler von anderen Verkehrsteilnehmern vorrausahnen aber auch versuchen eigene Fehler so gering wie möglich zu halten. Verkehr kann nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme funktionieren.

Teilschuld durch nichttragen von Fahrradhelm

Verhalten der Verkehrsteilnehmer zur Fastnacht

Gestern bin ich wieder mal mit dem Rad nach Alzey gefahren, ist ja eigentlich nichts besonderes, aber im nachhinein hätte ich´s besser  bleiben lassen. Ich weiß nicht ob es an der Tatsache lag, dass es Fastnacht-Freitag oder ob es einfach Zufall war, aber was gestern auf den Straßen los war kann ich noch immer nicht wirklich begreifen.

Ich bin es ja gewohnt, dass es Autofahrer gibt die ohne Rücksicht auf Verluste unterwegs sind. Ich kann mich aber nicht Erinnern, dass es jemals so viele waren.

Dass ich unmittelbar – ca.5 – 10 Meter – vor unübersichtlichen Kuppen überholt werde ist ja schon normal, aber dass Autofahrer mich überhohlen, obwohl ich die Spur eigentlich zu gemacht habe, und den Gegenverkehr zum Bremsen zwingen oder dass Abbiegespuren – auf denen Autos zum abbiegen fahren – zum Überhohlen genutzt werden ist mir in dieser Häufigkeit noch nicht untergekommen.

Auf einer Strecke von 20 km waren es, ohne zu übertreiben, mindestens 20 Fahrzeuge – jeder Größenklasse – die die Verkehrsregeln zu ihren Gunsten ausgelegt haben. Wie ich schon am Anfang geschrieben habe, ein so hohes Gefahrenpotential wie Gestern habe ich noch nicht erlebt.

Auf der Heimfahrt, jetzt im dunkeln, war es deutlich sicherer.

Parkplatz für Lastenräder

Das nenne ich Fahrradfreundlich: hier hat ein Supermarkt offensichtlich einen PKW-Parkplatz umgebaut als Parkplatz für 4 Lastenräder.

Parkplatz für Lastenräder

Meine Quelle: Twitter-Posting von @CycleLogistics

Kampfradler gewinnt vor Gericht

Der „Kampfradler“ Bernhard Stoevesandt aus Bremen sollte wegen überfahrenes einer roten Ampel 100 Euro Bußgeld zahlen. Dieser weigerte sich jedoch und so ging das ganze vor Gericht.

Nachdem was ich im Artikel der TAZ entnehmen kann, wollte Stoevesandt die Kreuzung überqueren und fuhr los, als die Ampel für die Autos auf rot schaltete. Das war jedoch 3 Sekunden bevor die Fußgängerampel auf grün sprang. Zwei Polizisten in Zivil die die „Tat“ sahen, gaben es an Kollegen in Uniform weiter die auf dem gegenüber liegenden Bürgersteig hinter einer Ecke warteten. Stoevesandt fuhr die 3 Sekunden zu früh los um die Grünphase der nächsten Ampeln zu schaffen – nur eine Sekunde später losfahren und er Schaft die Ampel nicht.
Jetzt ist es allerdings nicht ganz einfach, ein Gericht in einem solchen Fall für sich zu gewinnen. Um das zu erreichen, hat Stoevesandt  einiges an Technik aufgefahren. Er packte im Gericht sein Notebook und einen Beamer aus um ein Video der Situation vorzuführen.

Als die Richterin mit den Worten „Sie haben mich überzeugt, ich stelle das Verfahren ein“ die Verhandlung beendete, hat sie alle Anwesenden und besonders den Beschuldigten, überrascht.

Das Problem mit miserablen Ampelschaltungen für Fußgänger und Radfahrer beschränkt sich aber nicht auf Bremen. Ich kenne eine Ampel in Bad Kreuznach, direkt am Bahnhof, da ist es nicht möglich in einer Grün-Phase die Straße zu überqueren.