Batterie- Akkubeleuchtung am Rad

Wie ich schon berichtet habe, ist am 1.8. die Dynamopflicht für Fahrräder beerdigt worden. Jetzt können sowohl Batteriebeleuchtung als auch Dynamobeleuchtung an jedem Fahrrad genutzt werden und das StVO konform. Was aber etwas für Verwirrung sorgte war, dass die Beleuchtung fest am Fahrrad angebracht sein muss. Jetzt haben das die entsprechenden Leute im Verkehrsministerium wohl bemerkt und eine entsprechende Korrektur veranlasst. Demnach soll sich die Beleuchtung während der Fahrt nicht selbst lösen bzw. verstellen können.

Für weitere Verwirrung sorgte die Aussage, dass die Batteriebeleuchtung mit 6 Volt betrieben werden muss. Das gilt nicht für Akkubeleuchtung – diese darf jede beliebige Spannung benutzen.

Für den Sommer 2014 ist eine Änderungsverordnung angekündigt.

Weitere Links zu diesem Thema:

Ramsauer will Dynamopflicht kippen
Bundestag schafft Dynamopflicht ab
Dynamopflicht ist Geschichte

Werbeanzeigen

Dynamopflicht ist Geschichte

Ab Heute gilt die Änderung in der StVZO §67.

Demnach gibt es ab Heute keine Dynamopflicht mehr. Ab sofort sind neben Dynamo betriebener Beleuchtung auch Batterielampen und akkubetriebene Lampen zugelassen. Laut dem Gesetzestext kann jetzt auch eine Batterielampe mit 6V oder Akkulampen benutzt werden. Der Knackpunkt könnte sein, dass im Gesetzestext von „fest am Rad angebrachten Leuchten“ gesprochen wird – hier ist strittig, ob die Lampe nur während der Fahrt fest am Rad sein muss oder ob sie tatsächlich dauerhaft fest ans Rad geschraubt sein muss. Eine weitere Einschränkung ist das festlegen der Spannung auf 6Volt, die meisten Batterie-Rücklichter benutzen nur eine  oder zwei Batterien. Unstrittig ist allerdings, dass blinkende Leuchten nach wie vor nicht am Fahrrad verbaut sein dürfen – an der Kleidung ist das allerdings nicht so.

Ich gehe davon aus, dass die Polizei die Spannungsbeschrängung auf 6Volt nicht wirklich kontrolliert.

Ich selbst benutze an meinen Rädern – mit Ausnahme meines Rennrades, hier war die Batteriebeleuchtung schon längst erlaubt –  Dynamobeleuchtung mit Nabendynamos.

Weitere Links zu diesem Thema:

Ramsauer will Dynamopflicht kippen
Bundestag schafft Dynamopflicht ab
Batterie- Akkubeleuchtung am Rad

Urteil zur Radwege Benutzungspflicht

Heute las ich in einem Tweed von Fahrrad XXL, dass das Verwaltungsgericht Gießen ein Urteil zur Radwegebenutzungspflicht.

In dem Urteil wird Radfahrern das Grundsätzliche Recht zugestanden auf der Straße zu fahren, auch wenn ein benutzungspflichtiger Radweg neben der Fahrbahn verläuft. Benutzungspflichtige Radwege dürfen nur in Ausnahmefällen von Städten und Gemeinden ausgewiesen werden und dann auch nur, wenn sie den aktuellen Richtlinien entsprechen (Az.: 6 K 268/12.GI).

In dem konkreten Fall war ein gemeinsamer Rad- und Fußweg in beiden Richtungen als benutzungspflichtig ausgewiesen aber nach den aktuellen Baurichtlinien einfach zu schmal – nur 2,50m.

Mit dem Urteil wird klargestellt, dass Radfahrer nicht einfach auf Radwege gezwungen werden können – insbesondere dann nicht, wenn der Radweg bauliche Mängel aufweist oder nicht den aktuellen Richtlinien entspricht.

Twitter:

ADFC Hessen sieht Rechte der Radfahrer gestärkt

 

Radweg HelaIch habe mir mal einige Radwege in Bad Kreuznach angesehen. So entspricht z.B. der neu angelegte Radweg in der Bosenheimer Straße meiner Meinung nach nicht den aktuellen Richtlinien und dürfte daher nicht als Benutzungspflichtig ausgewiesen sein.

 

 

 

 

Radweg Bushaltestelle

 

So wird der Radweg in Höhe des Hela Baumarktes um eine Ampel herumgeleitet – was der Richtlinie der geraden Wegeführung wiederspricht. An Bushaltestellen wird der Radweg dann nach hinten geleitet – an anderen Radwegen in Bad Kreuznach ist der Radweg an Bushaltestellen dann mal einfach nicht vorhanden.

Es gibt in Bad Kreuznach aber auch einigermaßen vernünftige Radwege und Schutzstreifen. In der Wöllsteiner Straße ist ein Schutzstreifen – er könnte zwar breiter sein, aber immer hin. Und der Radweg in der Mannheimer Straße in Richtung Alzeyer Straße ist schon fasst vorbildlich zu nennen, was Autofahrer aber nicht davon abhält ihn trotzdem zu zuparken.

Bundestag schafft Dynamopflicht ab

In der Sitzung am 5. Juli hat der Deutsche Bundestag einige Gesetzesänderungen beschlossen, die auch uns Fahrradfahrer betreffen.

Die Dynamopflicht ist jetzt gekippt. Es dürfen demnach auch Batterie- und Akkubeleuchtung auch an Rädern über 11kg benutzt werden, auch wenn diese keine zusätzliche Dynamobeleuchtung aufweist.

Damit es geltendes Recht wird, muss es nur noch von der Bundesregierung beschlossen werden.

Weitere Links zu diesem Thema:

Ramsauer will Dynamopflicht kippen
Dynamopflicht ist Geschichte
Batterie- Akkubeleuchtung am Rad

Unfallrisiko Pedelec

Dadurch dass inzwischen immer mehr E-Bikes auf unseren Straßen anzutreffen sind, werden sie auch immer mehr E-Bikes in Unfälle verwickelt.

Der Grund für die vermehrten Unfälle dürfte so vielfältig sein wie der Grund für ihre Benutzung. Ein  Grund dürft sein, dass die Geschwindigkeit und die Beschleunigung von Pedelecs noch öfter als bei motorlosen Rädern, von anderen Verkehrsteilnehmern unterschätzt wird. Die Radfahrer selbst dürften auch des Öfteren Ihr Fahrzeug unterschätzen. Insbesondere beim bremsen könnte so mancher E-Biker überfordert sein, da die wenigsten Radler die hohen Geschwindigkeiten gewohnt sein dürften.

Aus eigener Erfahrung weis ich, wie man von der Leistung eines E-Bikes überrascht werden kann. Insbesondere bei den Beschleunigungskräften, die bei E-Bikes mit Anfahrhilfe auftreten – da war sogar ich überrascht, als ich das erste mal die Anfahrhilfe unseres Flyer zu spüren bekam. Gerade ältere Fahrer und Wiedereinsteiger sollten einen kleines Fahrtraining absolvieren um sich mit der neuen Technik vertraut zu machen.

Eine noch weiter Voraussicht beim fahren mit E-Bikes als schon mit Rädern ohne Motor halte ich für einen der wichtigsten Sicherheitsaspekte.

Navi: Radfahrer auf Autobahnparkplatz

Am Abend des 27. Juni hat die Polizei einen Man auf einem Autobahnparkplatz an der A5 bei Mörfelden-Waldorf mit seinem Fahrrad angetroffen. Der Mann war Autofahrern aufgefallen weil er den Seitenstreifen der Autobahn mit seinem Rad befuhr. Den Beamten erzählte er, dass er von seinem Navi auf die Autobahn gelotst worden sei, dass die Autobahn als Radweg ausgewiesen habe.

Nicht nur hinterm Steuer eines PKWs sollte man das Gehirn einschalten – auch auf dem Fahrradsattel macht das Sinn.

Ramsauer will Dynamopflicht kippen

Verkehrsminister Ramsauer hat sich ja nicht gerade als Freund der Radfahrer geoutet. Das scheint er jetzt ändern zu wollen – oder liegt’s an der nahenden Bundestagswahl ?

Er hat bemerkt dass viele Radfahrer mit Akkuleuchten am Rad unterwegs sind anstatt der eigentlich vorgeschriebenen Dynamobeleuchtung. Außerdem ist Ihm aufgefallen dass die Akkulampen besser sind als alte Dynamolampen.

Jetzt hätte jeder erwartet, dass er wieder über die Verrohung der Kampfradler lamentiert. Aber weit gefehlt! Ramsauer will die StVZO an die technischen Gegebenheiten anpassen und Akkubeleuchtung zulassen. An der Lampe muss eine Anzeige vorhanden sein, um den Ladezustand des Akkus anzuzeigen.

Bereits nächsten Freitag soll der Bundesrat über diese Änderung abstimmen.

 

Weitere Links zu diesem Thema:

Bundestag schafft Dynamopflicht ab
Dynamopflicht ist Geschichte
Batterie- Akkubeleuchtung am Rad

Teilschuld durch nichttragen von Fahrradhelm

Mit dem Gerichtsurteil vom 5. Juni 2013 hat der Zivilsenat des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts (Az.: 7 U 11/12) die Diskussion um die Helmplicht erneut entfacht. In dem Urteil wird einer Fahrradfahrerin eine Mitschuld an den Folgen eines Unfalls, den sie zweifellos nicht verursacht hat, gegeben.

Die Frau fuhr mit ihrem Rad, als die Tür an einem parkenden Auto so plötzlich geöffnet wurde, dass sie nicht mehr ausweichen konnte und schwer stürzte. Bei dem Sturz zog sich die Frau schwere Schädelverletzungen zu, die sie evtl. durch tragen eines Helmes hätte vermeiden können.

Meiner Meinung nach kann man zum Helm stehen wie man will, aber dass das Unfallopfer,  alleine durch nichttragen eines Helms, eine Teilschuld bekommt kann ich nicht nachvollziehen. Wenn man der Auffassung des Gerichtes folgt, müssten auch Fußgänger einen Helm tragen – den er kann auch bei Fußgängern – Verletzungen verhindern die einem ein Autofahrer zufügen kann.

Ich selbst fahre nur mit Helm. 2011 hatte ich 2 Unfälle – die bei relativ geringen Geschwindigkeiten passierten, bei denen ich froh war einen Helm auf dem Kopf zu haben. Beim ersten Unfall ist in einer schweren Steigung die Kette an meinem Rad gerissen und ich bin voll mit dem Kopf aufgeschlagen – der Helm war auf der Innenseite völlig eingedrückt – und beim 2. Unfall wurde ich von einem PKW angefahren (wir waren beide ca. 25 km/h schnell) und bin über den Kotflügel geflogen. Vermutlich bin ich mit dem Hinterkopf gegen die A-Säule geknallt – denn am Helm war ein Stück heraus gebrochen.

 

Keine Teilschuld durch nichttragen von Fahrradhelm

„Taz“ Artikel zum Thema „Kampfradeln in Berlin“

Unter dem Titel „Regelverstöße, die Leben retten“ war am 30. Mai ein sehr guter Artikel übers „Kampfradeln“ in Berlin. Große Teile des Artikels lassen sich auch auf andere deutsche Städte übertragen.