Fly6–Akkurücklicht mit Videokamera

Die beiden Australier Andrew Hagen und Kingsley Fiegert haben mit dem Fly6 ein Akkurüklicht mit integrierter Videokamera als Kickstarterprojekt vorgestellt. Das Kamerarücklicht wird an der Sattelstütze befestigt. Da die Kamera an dieser Position nicht gerade gut vor Spritzwasser geschützt ist, wird die Kamera mit Nanotechnik  (die Platine wird mit Nanotechnik Wasserfest gemacht – dadurch muss das Gehäuse nicht Wasserdicht sein) Spritzwasserfest gemacht.

Mit Hilfe der Kamera kann man erkennen, wie sich eine gefährliche Situation für den Radfahrer (zu dichtes auffahren, zu knappes überholen usw.) aufbaut.

Um Situationen komplett zu erkennen müsste meines Erachtens auch noch eine Kamera auf dem Lenker montiert sein um z.B. zu geringen Seitenabstand oder zu  frühes einscheren – schneiden oder auch Überholvorgänge mit Gegenverkehr zu dokumentieren.

Der 1500mAh Lytiumakku der Kamera ermöglicht 5 Stunden HD-Videos im 720p-Format (1280 * 720Pixel mit 30Bildern pro Sekunde). Aufgeladen wird der Akku über die Mikro-USB Buchse, mit der die Rücklicht-Kamera auch mit dem PC verbunden werden kann. Die aufgenommenen Videos landen auf einer Mikro-SDHC Karte (Sandisk Ultra) – eine 8GB Karte gehört zum Lieferumfang.

Angekündigt ist die Fly6 fürs 3. Quartal 2014, für 169 $ kann die Fly6 vorbestellt werden.

flighlites

Neues von der Fly6

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CycleNav – Fahrradnavi in Akkuleuchte

cyclenav1Vor gut 2 Monaten hatte ich mit dem Hammerhead eine Navigationsgerät vorgestellt, dass die Navigation auf das wesentliche – die Richtungsanzeige – reduziert, nun wurde auf der CES in Las Vegas das CycleNav vorgestellt, dass in die gleiche Richtung geht.

Das Navi ist in eine normale Akkuleuchte eingebaut. Das CycleNav ist kein Standalone Navi, sondern benötigt ein Android-Smartphone da es die Daten zum navigieren von einer Android-App zur Verfügung gestellt. Die Android-App wiederum greift auf das Kartenmaterial von OpenStreetMap zu. Per Bluetooth werden Smartphone und CycleNav verbunden.

Das Gerät soll im Frühjahr zu einem Preis von 59 US-Dollar in den USA auf den Markt kommen, in Europa wird es vermutlich noch einige Zeit dauern.

Schwinn Bikes

Dynamische Fahrbahnmarkierung per Laser

„Blaze“ ist eine Akkulampe mit Zusatznutzen. Zusätzlich zum normalen Fahrlicht ist eine Laserdiode im Gehäuse verbaut, die ein grünes Fahrrad im Abstand von 5 Meter vor dem Fahrrad auf die Straße projiziert.

Die Projektion des Rades auf der Fahrbahn soll es LKW- und Busfahrern ermöglichen den Radfahrer auch dann zu sehen, wenn er im toten Winkel ist und deswegen in den Spiegeln nicht zu sehen ist. Auch Fußgänger, die zwischen parkenden Fahrzeugen auf die Straße gehen, können den nahenden Radfahrer erkennen, bevor sie ihn sehen.

Auf Kickstarter wird gerade Geld gesammelt um die Produktion der Lampe zu ermöglichen.

Ich finde es ist eine interesante Idee, ob so eine Lampe in Deutschland zugelassen wird, wage ich zu bezweifeln.

Luxos U – Der Praxistest

Gestern hatte ich endlich die Gelegenheit, die neue „Luxos U“ Luxos_U_2in der Praxis zu testen. Ich war mit dem Rad unterwegs und bin erst späht Abends wieder nach Hause gefahren. Für die Heimfahrt habe ich ca. 45 Minuten gebraucht – das ist für mich auf dieser Strecke normal.

Schon beim losfahren war die gute Ausleuchtung der Straße, im Stadtverkehr, gut zu erkennen. Dieser Eindruck verstärkte sich dann noch als ich nur noch alleine auf der Landstraße unterwegs war und keine Straßenbeleuchtung stören konnte, da es auch noch Neumond war, war es für diesen Test perfekt. Schon die „Cyo“, die vorher am Rad war, hatte sich gerade außerhalb geschlossener Ortschaften bewährt – die „Luxos“ ist hier nochmal um einiges besser. Den gegenüberliegenden Fahrbahnrand konnte ich fast genau so gut erkennen wie den rechten Fahrbahnrand. Gerade auf der rechte Seite ist die Ausleuchtung der Fahrbahn und des Fahrbahnrandes so gut, dass auch dunkel gekleidete Fußgänger und Radfahrer ohne Licht jetzt deutlich besser und früher zu erkennen sind als es bisher der Fall war. In einer kurzen Waldschneise habe ich auch das Flutlicht ausprobiert – der Hammer. Nur an den Schalter muss man sich etwas gewöhnen – hier muss man einfach das Gefühl entwickeln, wie lange man die Taste drücken muss um das Flutlicht wieder aus zu schalten und nicht gleich die ganze Lampe. Ansonsten hatte ich mit dem Taster nur das Problem, dass ich den Druckpunkt nicht genau spürte – was aber eher am Handschuh gelegen haben dürfte.

Luxos_U_5Zum Tagfahrlicht kann ich allerdings noch nichts sagen – während des fahrens sehe ich´s nun mal nicht. Genau so wenig kann ich zur Zeit etwas über die Lademöglichkeiten der Luxos sagen – ich war noch nicht lange genug mit dem Rad unterwegs.

Die „Luxos U“ ist preislich am oberen Ende angesiedelt – aber sie ist jeden Cent wert.

Die Reflektortechnik der „Luxos“ wird jetzt auch in anderen Lampen von Busch und Müller verbaut. Die Lampen mit Premium im Namen nutzen die Technik, was letzten Endes der Sicherheit zugute kommt.

Nachtrag:

Nach mehreren Wochen im Parxiseinsatz hat sich die Luxos inzwischen bewährt. Bei Autofahrern, die mich im dunkeln mit zu wenig Abstand überholen, kann ich mich jetzt per Lichthupe beschweren, in Feldwegen kann ich das Flutlicht gut gebrauchen und als weiteres Highlight hat sich die dynamische Leuchtweitenregulierung – der Fokus des Scheinwerfers ändert sich geschwindigkeitsabhängig, bei langsamer Fahrt – bis ca. 15 km/h ist vor allem der Nahbereich und die Breite gut ausgeleuchtet und bei Geschwindigkeiten zwischen 15 und 25 km/h geht der Fokus immer weiter nach vorne, außerdem wird die Ausleuchtung etwas schmaler – entpuppt.

Reiserad Umbau: Die Fertigstellung

Heute habe ich die Schutzbleche gewechselt – die originalen Schutzbleche sind mir zu schmal (für 35mm Reifenbreite – ich bevorzuge mindestens 40mm). Bei dieser Gelegenheit habe ich das Rad auch mal wieder geputzt – das war mal wieder dringend nötig. Anschließend  gings an den Lenker – nachdemDSCF0737_1 ich in letzter Zeit wenig am Unterlenker gefahren bin, habe ich mich entschlossen einen Multifunktionslenker zu montieren. Ich hatte noch einen nagelneuen Hornbarlenker rumliegen den ich für den Umbau nutzen benutzt habe. Statt des üblichen Moosgummi Überzugs habe ich normales Lenkerband benutzt – für mich ist der Moosgummi-Überzug zu weich.

Eine erste Testfahrt habe ich gleich anschließend gemacht, eine kleine Runde nach Bad Kreuznach. Bei dieser Gelegenheit mussten die Schutzbleche gleich zeigen was sie können – die Rückfahrt verlief im strömenden Regen. Die Schutzbleche haben sich bestens bewährt.

Ich bin jetzt gespant, wie sich der neue Lenker im Langzeittest macht – im Kurztest hat er sich bereits bewährt.

DSCF0734_1Was mich jetzt noch stört, ist dass das Kabel, das von der Lampe kommt und zur Fernbedienung geht, etwas zu kurz ist, sonst hätte ich das Kabel am Lenker verlegen können.

Reiserad Umbau: So geht’s weiter

Inzwischen habe ich die „Cyo Senso Plus“ gegen die „Luxos U“ getauscht. Die Lampe ist der absolute Hammer.

Luxos_U_2

Nach den Erfahrungen meines Eurobike-Trips – ich bin auf der gesamten Tour, die ca. 1000km lang war, kaum am Unterlenker gefahren – werde ich statt eines Rennlenkers, testweise einen Multifunktionslenker montieren. Der bietet, ähnlich wie der Rennlenker, mehrere Griff- und Sitzpositionen und ich kann die vorhandenen Schalt- und Bremsgriffe nicht ändern. Ich bin schon gespannt, wie es sich mit dem Multifunktionslenker auf langen Strecken fahren lässt. Falls es mir nicht gefällt, kann ich ja immer noch zum Rennlenker wechseln.

Zur weiteren Ausrüstung, insbesondere für lange Touren, will ich neue Gepäckträgertaschen und eventuell auch einen andere Gepäckträger anschaffen. Die alten haben ausgedient. Zur Zeit favorisiere ich die Taschen von Ortlieb – in der engeren Auswahl sind die „Back-Roller Classic“ oder die neue „Back-Roller High-Visibility“ die allerdings sehr teuer ist. Die dazu passende Lenkertasche wäre auch nicht schlecht.

Luxos U – Mein erster Kurztest

Heute Nachmittag habe ich meine neue „Luxos U“ montiert und kurz getestet.

luxos_lichtkegel1

Lichtkegel der Luxos – kommt auf dem Foto nicht wirklich rüber

Die Montage war einfach – die alte „Lumotec IQ Cyo senso plus“ abgeschraubt – da der Lampenhalter der Cyo kompatibel ist mit der Luxos konnte ich mir das gefummel an der Gabel sparen und habe die Lampe am alten Lampenhalter montiert. Den Schalter habe ich am Lenker gleich neben dem Schalthebel befestigt – ich habe zuerst versucht den Schalter am Vorbau zu befestigen, dort konnte man allerdings den USB-Anschluss nicht nutzen. Inzwischen war es auch dunkel genug um eine kleine Testfahrt durchzuführen. Die alte Cyo war schon phantastisch hell – aber die Luxos ist noch mal eine Klasse besser. Vor allem die breite Ausleuchtung der Straße hat mich beeindruckt. Jetzt wird auch der Fahrbahnrand gut ausgeleuchtet und dadurch sind Hindernisse und Fußgänger am Fahrzeugrand wesentlich besser zu sehen. Als ich dann den luxos_ruecklicht_fernlicht-kontrolleFlutlichtmodus – nicht zu verwechseln mit Fernlicht – ausprobierte, war ich von den Socken – das ist noch mal deutlich heller als alles was ich bisher an einem Fahrrad gesehen habe. Am Lenkerschalter hat man auch wichtigsten Funktionen unter Kontrolle. So wird mit einer roten LED die Funktion des Rücklichtes angezeigt, die blaue LED ist fürs Flutlicht. An der Lampe selbst befinden sich weitere Kontroll-LEDs. Grün zeigt die Funktion der Einschalt-Automatik in Verbindung mit dem Dämmerungs-Sensor an, blau ist wie am Lenkerschalter fürs Flutlicht und die orangene LED zeigt an, dass die Lampe eingeschaltet und der hell-/dunkel Sensor aktiv ist.

Jetzt bin ich gespannt wie sich die Luxos auf einer längeren Fahrt macht, denn dafür brauche ich sie schließlich – für Fahrten in der Stadt ist die Luxos sicher überdimensioniert.

Luxos U – das neue Flaggschiff unter den Dynamo Lampen

luxos_u_verpackungBusch und Müller hatte für mich einen der wichtigsten Stände auf der diesjährigen Eurobike. Am meisten interessierte ich mich für den neuen „Luxos U“ Frontscheinwerfer.

Die Ausstattung des neuen Busch und Müller Flaggschiffs ist enorm:

  • 70 Lux Standard Beleuchtung mit Lichthupe bzw. Flutlicht kommt sie sogar auf 90 Lux.
  • Panorama Nahlicht – extrabreite Ausleuchtung der Straße bei niedriger Geschwindigkeit
  • dynamische Anpassung der Fahrbahnausleuchtung – extrabreite Ausleuchtung bei langsamer Fahrt, weite Ausleuchtung bei schneller Fahrt
  • Standlicht
  • Lichthupe
  • Flutlicht
  • Tagfahrlicht
  • Überwachung von Rücklicht, Flutlicht, Lichthupe und hell-dunkel Sensor
  • Steuerung der Scheinwerferfunktion über Taster am Lenker
  • USB-Ladebuchse (Pufferakku, wird auch für Fernlicht und Lichthupe)

Der Preis auch – die unverbindliche Preisempfehlung für die Lampe: 179 Euro.

Ich hatte auf der Eurobike die Gelegenheit die „Luxos U“ im Lichttunnel zu sehen – das Ergebnis war sehr beeindruckend. Für meine langen Nachtfahrten genau das richtige.

Ich habe gerade eine in die Finger bekommen und werde sie so bald wie möglich an mein Rad schrauben und testen.

Batterie- Akkubeleuchtung am Rad

Wie ich schon berichtet habe, ist am 1.8. die Dynamopflicht für Fahrräder beerdigt worden. Jetzt können sowohl Batteriebeleuchtung als auch Dynamobeleuchtung an jedem Fahrrad genutzt werden und das StVO konform. Was aber etwas für Verwirrung sorgte war, dass die Beleuchtung fest am Fahrrad angebracht sein muss. Jetzt haben das die entsprechenden Leute im Verkehrsministerium wohl bemerkt und eine entsprechende Korrektur veranlasst. Demnach soll sich die Beleuchtung während der Fahrt nicht selbst lösen bzw. verstellen können.

Für weitere Verwirrung sorgte die Aussage, dass die Batteriebeleuchtung mit 6 Volt betrieben werden muss. Das gilt nicht für Akkubeleuchtung – diese darf jede beliebige Spannung benutzen.

Für den Sommer 2014 ist eine Änderungsverordnung angekündigt.

Weitere Links zu diesem Thema:

Ramsauer will Dynamopflicht kippen
Bundestag schafft Dynamopflicht ab
Dynamopflicht ist Geschichte

Dynamopflicht ist Geschichte

Ab Heute gilt die Änderung in der StVZO §67.

Demnach gibt es ab Heute keine Dynamopflicht mehr. Ab sofort sind neben Dynamo betriebener Beleuchtung auch Batterielampen und akkubetriebene Lampen zugelassen. Laut dem Gesetzestext kann jetzt auch eine Batterielampe mit 6V oder Akkulampen benutzt werden. Der Knackpunkt könnte sein, dass im Gesetzestext von „fest am Rad angebrachten Leuchten“ gesprochen wird – hier ist strittig, ob die Lampe nur während der Fahrt fest am Rad sein muss oder ob sie tatsächlich dauerhaft fest ans Rad geschraubt sein muss. Eine weitere Einschränkung ist das festlegen der Spannung auf 6Volt, die meisten Batterie-Rücklichter benutzen nur eine  oder zwei Batterien. Unstrittig ist allerdings, dass blinkende Leuchten nach wie vor nicht am Fahrrad verbaut sein dürfen – an der Kleidung ist das allerdings nicht so.

Ich gehe davon aus, dass die Polizei die Spannungsbeschrängung auf 6Volt nicht wirklich kontrolliert.

Ich selbst benutze an meinen Rädern – mit Ausnahme meines Rennrades, hier war die Batteriebeleuchtung schon längst erlaubt –  Dynamobeleuchtung mit Nabendynamos.

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