Pedelecs – kein höheres Unfallrisiko

Vor knapp 2 Jahren habe ich in den Beitrag Unfallrisiko Pedelec  verfasst. Damals gab es offensichtlich gehäuft Unfälle mit Pedelecs. Die Ursachen waren damals vermutlich viele unerfahrene und ungeübte Fahrer die sich auf ein Pedelec setzten ohne vorherige Schulung. Für unerfahrene Fahrer kann der plötzliche und relativ starke Schub durch den Elektromotor zum Problem werden. In der Zwischenzeit ist das Pedelec aber auch bei den geübteren Fahrern angekommen und diese haben kaum Probleme mit den eBikes. So ist es kaum verwunderlich, dass die Unfallstatistik inzwischen keinerlei Auffälligkeiten zeigt und Elektroräder kein erhöhtes Unfallrisiko darstellen. Auch die bessere Ausstattung z.B. mit Hydraulikbremsen dürfte zu diesem Ergebnis beitragen.

 

Presse Mitteiliung: Zweirad-Industrie-Verband

Pedelecs & E-Bikes – ZIV: Kein höheres Unfallrisiko bei Pedelecs

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Pedelec auf Langstrecke getestet

Seit etwa anderthalb Jahren gehört ein Flyer T8 City Pedelec zu meinem Fuhrpark. Vor ein paar Wochen bekam ich noch einen 10Ah Akku geschenkt, der genau zum Flyer passt. Jetzt kann ich ein paar Sachen ausprobieren, die ich mich vorher mangels Akkukapazität nicht getraut habe.

DSCF0955Im normalen Betrieb in Rheinhessens Hügellandschaft und bei meinem Gewicht von knapp 100Kg hält der Originale 12Ah Akku ca. 50 km durch. Jetzt habe ich getestet wie Lange der Akku tatsächlich hält, wenn man vorwiegend mit niedriger Unterstützung – nur 3 mal habe ich in den Normalmodus gewechselt um die Steigung besser zu bewältigen – unterwegs ist. Mein Test sollte mich nach Mannheim und zurück führen. Zunächst musste ich, über Alzey nach Worms, quer durchs hügelige Rheinhessen fahren. In Worms gings dann über die Nibelungenbrücke auf die andere Rheinseite. Von hier gings ohne nennenswerte Steigung am Hochwasserdamm entlang nach Mannheim. Ich war völlig überrascht, dass ich den Akku nicht wechseln musste – er hielt die gesamte hinfahrt durch. Ich habe dann meinen Akku nachgeladen – allerdings nur ca. 2/3 seiner Kapazität, da für mehr die Zeit nicht gereicht hat. Wegen des schlechten Wetters habe ich mich entschieden, den Rückweg mit dem Zug anzutreten.

Ich gehe davon aus, dass es möglich ist, zusammen mit dem Reserve-Akku eine Distanz von 120km zu bewältigen. In vorwiegend flachen Gegenden ist die Reichweite wahrscheinlich noch um einige km größer.

Pedelec Testroute Fürfeld – Mannheim

Räder auf der Eurobike

 

Natürlich gab es auf der Eurobike auch interessante Räder zu sehen. Mir viel auf, dass wieder jede Menge Räder mit Stahlrahmen gezeigt wurden – in den letzten Jahren waren sie ja nahezu ausgestorben. Es gab auch interessante Falträder zu sehen. Liegeräder, die so klein zusammenfaltbar sind, dass sie von einem Pendler problemlos im Zug mitgenommen werden können. kwiggle-2

Eine interessante Studie eines Faltrades für Pendler ist das Kwiggle-Bike. Das Kwiggle-Bike ist ein völlig neues Konzept, man steht fast darauf. Der Sattel ist am Oberrohr befestigt, dass beweglich am Steuerrohr befestigt ist. Das einzige Problem das ich gesehen habe sind die kleinen Laufräder. Auf der Messe wurde ein Modell gezeigt mit 12 Zoll Vollgummireifen die aussahen wie große Rollerräder. Im Gespräch mit einem jungen Mitarbeiter am Stand wurden aber 16 und 20 Zoll Räder mit Luftbereifung angekündigt. Zusammengeklappt ist das Rad lediglich 55 x 40 x 25cm groß und wiegt gerade einmal 7 kg.

Gleich nebenan sah man auch die ersten Trikes und Liegeräder. Insbesondere das Trike von Maria Leijerstam war ein Publikumsmagnet, da es das einzige Liegerad war, das aufgehängt präsentiert wurde und sicher auch wegen seiner doch sehr brachialen Bereifung. Aber auch die anderen Räder die hier ausgestellt waren hatten ihre Fans. eine besondere Faszination übten natürlich auch die Sport-Trikes, wie das ICLETA ICE VX, aus, die schon fast ein wenig an einen Formel 1 Boliden erinnern. Ich muss zugeben, dass mich diese Räder ebenfalls faszinieren, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass ich mir wirklich eins zulegen werde, da ich vermutlich ziemliche Probleme beim aufstehen aus dem Sitz haben dürfte – hier macht sich meine meine Behinderung mal richtig negativ bemerkbar.Aber auch andere Hersteller hatten interessantes zu bieten. Bei Sun-Bikes wurde zum Beispiel ein Kinder-Trike oder das EZ-Sport AX, ein Liegerad das mich sehr an die Bonanza-Räder meiner Jugend erinnert. Mehr Spassgerät als Fahrrad ist das EliptiGO. Das EliptiGO ist eine Art Stepper auf zwei Rädern.

 

Räder mit Bambus-Rahmen sind auch nicht gerade alltäglich. Auf der Eurobike wurde von my Boo eine ganze Serie gezeigt. Als ich eines der Räder anhob, war ich überrascht. Ich hatte erwartet, dass das Rad gut und gerne 20 kg oder mehr wiegt, tatsächlich wog my_boo-1es lediglich ca. 14kg. Sie sind völlig alltagstauglich und für Umweltbewusste Biker sind die Rahmen aus nachwachsendem Rohstoff sicher eine alternative. Auch der Preis der zwischen 1980 Euro und 2490 Euro beträgt liegt im Rahmen dessen was man für ein so außergewöhnliches Rad und bei diese Ausstattung ausgeben muss.

Natürlich gab es auch jede Menge EBikes zu sehen. Eines der interessantesten Räder war sicherlich das Leaos mit seinem eleganten Rahmen aus Carbon und einem für Ebikes sehr niedrigen Gewicht von 22kg. Das Leaos gibt es als normales Pedelecs mit bis zu 25 Stundenkilometern und einer schnellen S-Pedelec Verion die bis zu 45 Stundenkilometern.

Bei mando footloose wurde ein kettenloses, faltbares Ebike gezeigt. Designer Mark Sanders hat zumindest einen echten Hingucker gelungen. Eine der Besonderheiten des Bikes ist die einseitige Aufhängung der Laufräder. Mit der im Tretlager integrierten Lichtmaschine erzeugt man bei diesem Bike zumindest einen Teil der notwendigen Energie selbst.

E-Bike: Stern Artikel zum Streit zwischen Stiftung Warentest und Herstellern

Heute ist bei Stern.de ein sehr lesenswerter und neutraler Artikel zum Dauerstreit zwischen Stiftung-Warentest/ADAC und den E-Bike Herstellern erschienen.

Stern: Elektrofahrräder bei Stiftung-Warentest – Riesenärger um Testmethoden

Ich halte den Testaufbau mechanisch für sehr fragwürdig und den ganzen Test sowie seine mediale Verbreitung für sehr manipulativ – gegen e-Bikes. Was mich aber auch nicht wirklich wundert – immerhin ist der Test in Zusammenarbeit mit dem ADAC gemacht worden.

Ich traue nur Tests, die ich selbst manipuliert habe Zwinkerndes Smiley.

E-Bike Hersteller gegen Stiftung Warentest und ADAC – Die nächste Runde

Heute haben die E-Bike Hersteller Biketec (Flyer), Derby Cycle (Kalkhof, Raleight u.a.) so wie Bosch eBike Systems (E-Bike Motor) in Berlin eine Pressekonferenz abgehalten. Das Thema: Der E-Bike (Pedelec)- Test von Stiftung Warentest und ADAC vom Mai.

Dieser Test, bei dem fasst alle E-Bikes und deren Hersteller schlecht wegkamen hatte ein großes Medienecho und große finanzielle Einbußen für die Branche zur Folge. Die Einbußen und der Imageschaden scheinen so groß zu sein, dass die Biketec AG mit dem Gedanken einer Schadensersatzklage spielt.

Zunächst scheinen (ich habe weder ein Video noch ein genaues Protokoll der Pressekonferenz im Netz gefunden) sich die Hersteller mit der elektrischen Bewertung der E-Bikes befasst zu haben und wiederlegten die Ergebnisse des Tests (laut StiWa sollten manche E-Bikes den Funkverkehr von Polizei und Feuerwehr stören). Hier war die Stiftung Warentest (StiWa) schon zurückgerudert – was aber in der Öffentlichkeit nicht ankam.

Der mechanische Aufbau des Test der StiWa wurde ebenfalls bemängelt. In dem Video zum StiWa-Test war zu sehen, dass die Bikes am Lenker starr eingespannt wurden, was der Realität nicht entspricht und logischerweise zu mechanischen defekten führen muss.

Es wird eine Wiederholung des Test unter realistischen, nachvollziehbaren Bedingungen und die Veröffentlichung in den Medien (insbesondere dem Fernsehen) gefordert.

Ich selbst fahre des Öfteren ein Flyer C5 (Biketec) und habe keinerlei Anlass an der Sicherheit und Stabilität des Rades zu zweifeln.

 

Pedelec Test 2013: Ergebnisse der gemeinsamen Pressekonferenz

E-Bike Hersteller haben Gegentest zum E-Bike Test der Stiftung Warentest durchgeführt

Nachdem gestern führende Hersteller von E-Bikes einen Termin für eine Presseerklärung,  bei der sie sich gegen den Test der Stiftung Warentest und dem ADAC wehren, bekannt gegeben haben, haben sie heute einen eigenen Test veröffentlicht, den ich auf den ersten Blick für realistischer und daher aussagekräftiger halte, veröffentlicht.

E-Bike Hersteller wehren sich gegen E-Bike Test von Stiftung Warentest und ADAC

Am 28. Oktober wird in Berlin eine Pressekonferenz von den E-Bike Herstellern Biketec (Flyer), Derby Cycle (Kalkhof, Raleight u.a.) und Bosch eBike Systems (E-Bike Motor) abgehalten.

In der Pressekonferenz nehmen die genannten Stellung zu dem E-Bike Test den Stiftung Warentest und der ADAC durchgeführt haben, der im Juni Heft der Stiftung Warentest veröffentlicht wurde.

Ich habe mir das Video mit dem Test nochmal angesehen und erkannt warum die Ergebnisse so miserabel ausgefallen sind.
Die Räder wurden Rüttelplatte gestellt und am Lenker eingespannt damit sie nicht umfallen. Der Fehler der hier begangen wurde ist, dass die Teile an denen der Lenker eingespannt war nicht auf der Rüttelplatte befestigt sind sondern starr montiert waren – so waren Lenker- und Rahmenbrüche vorprogrammiert.

Da das nicht der erste Test der Stiftung Warentest ist der so fehlerhaft durchgeführt wurde sehe ich die Stiftung Warentest grundsätzlich als sehr Fragwürdig an und ein Interesse des ADAC an Fahrrädern schliese ich grundsätzlich aus.

Ich bin gespannt was in der Pressekonferenz genau gesagt wird.

Quelle: E-Bike-Trio macht gegen Stiftung Warentest mobil – Pressekonferenz in Berlin

Unfallrisiko Pedelec

Dadurch dass inzwischen immer mehr E-Bikes auf unseren Straßen anzutreffen sind, werden sie auch immer mehr E-Bikes in Unfälle verwickelt.

Der Grund für die vermehrten Unfälle dürfte so vielfältig sein wie der Grund für ihre Benutzung. Ein  Grund dürft sein, dass die Geschwindigkeit und die Beschleunigung von Pedelecs noch öfter als bei motorlosen Rädern, von anderen Verkehrsteilnehmern unterschätzt wird. Die Radfahrer selbst dürften auch des Öfteren Ihr Fahrzeug unterschätzen. Insbesondere beim bremsen könnte so mancher E-Biker überfordert sein, da die wenigsten Radler die hohen Geschwindigkeiten gewohnt sein dürften.

Aus eigener Erfahrung weis ich, wie man von der Leistung eines E-Bikes überrascht werden kann. Insbesondere bei den Beschleunigungskräften, die bei E-Bikes mit Anfahrhilfe auftreten – da war sogar ich überrascht, als ich das erste mal die Anfahrhilfe unseres Flyer zu spüren bekam. Gerade ältere Fahrer und Wiedereinsteiger sollten einen kleines Fahrtraining absolvieren um sich mit der neuen Technik vertraut zu machen.

Eine noch weiter Voraussicht beim fahren mit E-Bikes als schon mit Rädern ohne Motor halte ich für einen der wichtigsten Sicherheitsaspekte.

Pedlecs bleiben Fahrräder

Einer Meldung, die ich gerade auf Facebook Seite von „Pro Fahrrad“ gefunden habe, ist zu lesen, dass das „Europäische Parlament“ Rechtsvorschriften

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