Test: Schwalbe Durano

Als ich im Frühjahr meinen alten  Koga Renner für die neue Saison Fit gemacht habe, musste ich ach ein paar Teile auswechseln. Neben dem Lenkerband, das ich noch auf Lager hatte, musste ich auch die Reifen tauschen. Bei den alten Conti 4000 war die Karkasse gerissen.

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Neuer Unplattbar Reifen

tannus-aither1Im letzten Juni und im November 2013 habe ich bereits über ein unplattbares Reifensystem berichtet. Der Haken an diesem System sind zum einen der Preis und zum anderen das man diese Reifen nicht auf eine normale Felge aufziehen kann, sondern der Reifen in einem speziellen Laufrad montiert ist, was auch den Preis von ca. 1500km erklärt. Hier setzt der neue Reifen an. Er lässt sich, wie jeder normale Reifen auf eine normale Felge aufziehen.tannus2911-347x241

Der koreanische Hersteller Tannus  hat aus Polymerschaum einen Reifen entwickelt, der einem Reifen ähnelt den ich Ende der 90er in einem Brüggelmann-Katalog gesehen habe. Der Reifen damals war allerdings aus Kautschuk und wohl entsprechend schwer, weshalb er sich nicht durchsetzen konnte. Der Tannus Reifen ist allerdings um einiges leichter und es gibt ihn nicht nur fürs Mountainbike, wie damals den Hutchinson (das war, glaube ich, der Hersteller des Kautschuk Reifens) Reifen.

Die verschiedenen Reifen nennen sich Musai – ein Reifen fürs Rennrad, Thoroki – für City-, Touren-, Trekking- und Mountainbikes und Nymph – für BMX-, Kinder- und Miniräder.  Da es ein Reifen aus Vollmaterial ist, kann es einen Plattfuß nicht geben. Das Fahrverhalten kann, ähnlich wie bei Luftreifen, über die Härte des Reifens ausgewählt werden. So entspricht z.B. die Härte H1 beim Rennradreifen einem Luftdruck von 8bar, H2 entsprechen 7bar und s1 6bar. Für die Optik gibt es den Reifen in verschiedenen Farben.

tannus_about_imageNeben dem nicht mehr auftretenden Plattfuß hat der Reifen den Vorteil, dass man den Reifendruck nicht mehr kontrollieren muss. Über Nachteile kann ich zur Zeit nichts sagen, da mir momentan kein Tannus-Reifen zur Verfügung steht. Ich könnte mir aber Vorstellen, dass die Lufttemperatur einen Einfluss auf den Gripp hat. Vieleicht nicht unbedingt die paar Grade Temperaturunterschied innerhalb der einzelnen Jahreszeiten, wohl aber die Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten. Ich nehme an, dass der Reifen bei 0 Grad härter ist als bei +30 Grad.

Bei trendwizzard.de kann man den Reifen, in verschiedenen Farben für Preise zwischen ca. 50 Euro und 70 Euro plus Versandkosten, kaufen.

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Procore – Schwalbes neues Reifensystem für Mountainbikes

Eurobike-2015-Schwalbe-Procore-Enduro-Magazine-3-von-4-780x519Im Februar berichtete ich darüber, dass sowohl Schwalbe als auch Syntace einen neuen Reifentyp entwickeln. Inzwischen habe sich beide Hersteller zusammengetan und entwickeln das System gemeinsam. Auf der Eurobike hat Schwalbe das System jetzt unter dem Namen Procore vorgestellt. Inzwischen kommt Schwalbe mit einem Ventil aus. Das besondere des neuen Reifens besteht darin, dass der zwei Druckkammern enthält, die für unterschiedliche ausgelegt sind. Die innere Reifenkammer ist für einen Druck von 4 bis 6 Bar ausgelegt während für die äußere Kammer 0,8 Bar ausreichend sind. Der Vorteil des Systems besteht darin, dass zu einen genügend Druck vorhanden ist um „Snakebites“ (Durchschläge bis auf die Felge) zu vermeiden und zum anderen mit dem minimalen Druck der äußeren Kammer entsprechend großer Grip fürs Gelände erzeugt wird.

Als Ausgangspunkt dient jeder beliebige Schlauchlosreifen. Die innere Druckkammer ist ein Schlauch mit Spezialventil. Um den Kammern mit denair_guide_cyan unterschiedlichen Drücken befüllen zu können wird das Spezialventil (das eigentliche, zweigeteilte Ventil und der Airguide) benutzt. Durch drehen des oberen Teils des Ventils kann der Druck gezielt auf die Kammern verteilt werden. Durch den hohen Druck in der inneren Kammer wird zusätzlich der Mantel (die äußere Druckkammer) stärker in die Felge gepresst und Durchsläge des Reifens auf die Flanken der Felgen werden verhindert.

Erhältlich ist der Procore zur Zeit noch nicht – das wird er voraussichtlich erst im Frühjahr 2015, zu einem Preis von 179 Euro (Set für 2 Räder), sein.

Unplattbar Reifen können bestellt werden

Im November 2012 habe ich von der Entwicklung von Unplattbar Reifen gepostet. Jetzt habe ich einmal nachgehakt um herauszufinden was inzwischen aus der Entwicklung geworden ist.

Ich habe direkt auf der Hersteller Webseite nachgesehen und wurde auch prompt überrascht. Der Reifen ist inzwischen bestellbar. Gegenüber dem Prototyp hat sich der Reifen noch etwas verändert.

Auch die Preise sind einigermaßen erschwinglich: 1499$ für den 26” Mountainbike Carbon Laufradsatz, der 26” Reifen kostet 625$. Den Reifen fürs Rennrad (700C) gibt es für 629$ und für den entsprechenden Carbon Laufradsatz bezahlt man 1499$. In der 29” Mountainbike Version kostet der Carbon Laufradsatz 1599$ und der Reifensatz 649$.

Einen Praxistest werde ich wohl kaum machen können, da mir der Preis zu hoch ist.

Unplattbar Reifen in Entwicklung

Hier können die Räder/Reifen bestellt werden: Energy Return Wheel

Praxistest: Schlauchwechsel ohne Radausbau

Im Februar habe ich über den Schlauch der Firma GADI gebloggt, bei dem man das Rad zum Schlauchwechsel nicht auszubauen braucht. Inzwischen ist der Reifen bei den Händlern und sogar im Supermarkt angekommen. Ich habe jetzt die Gelegenheit gehabt, einen Schlauch in der Praxis zu testen. Ein älteres 26” Zoll Rad mit defektem Schlauch benutzte ich als Test.

Nachdem ich das Rad auf den Kopf gestellt hatte, habe ich zuerst den Mantel auf der einen Seite von der Felge gehoben – mit Reifenhebern. Anschließend habe ich den defekten Schlauch herausgezogen und Schlauch_4durchgeschnitten – hier kann ein Taschenmesser hilfreich sein. Nun habe ich den neuen „Reparaturschlauch“ leicht aufgepumpt und in die Felge geschoben. Anschließend habe ich den Mantel wieder in die Felge zurück geschoben und den Reifen mit entsprechendem Druck aufgepumpt. Eine erste Testfahrt viel positiv aus. Ich konnte keinen Schlauch_5Unterschied zu einem normalen Schlauch feststellen. Der Austausch des Schlauchs geht genauso schnell wie bei demontiertem Hinterrad nur dass man die Demontage und das mitschleppen der passenden Gabelschlüssel gespart hat.

 

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Ich werde diesen Schlauchtyp beim Flyer und allen Rädern mit Nabenschalung, sowie bei älteren bzw. preiswerteren Rädern ohne Schnellspanner als Notschlauch für Unterwegs einsetzen.

Neues Schlauchsystem fürs MTB

Sowohl Schwalbe als auch Syntace arbeiteten anDoppelkammersystem einem neuen Schlauchsystem um den Reifendruck am Mountainbike zu verringern und dadurch den Gripp und das fahrverhalten zu verbessern. Beide Firmen haben unabhängig voneinander entsprechende Patente beantragt bevor sie sich jetzt zusammenschlossen um das Projekt gemeinsam weiterzuführen.

Das System ist im Prinzip ganz einfach zwei Schläuche in einem. Einem inneren Schlauch der mit hohem Druck den Reifen auf der Felge hält und Durchschläge verhindert und einem äußeren Schlauch, der mit niedrigem Druck das Volumen des Reifens füllt. Wegen der zwei verschiedenen Drücke werden auch zwei Ventile benötigt und dazu benötigt man selbstverständlich auch angepasste Felgen, die wohl auch etwas breiter sind als herkömmliche Felgen und dadurch das schwammige Fahrgefühl bei niedrigem Reifendruck beseitigt. Durch das Doppelkammersystem sollen Reifendrücke von bis zu einem Bar möglich sein. Die Performance und der Gripp der Reifen soll sich im Niederdruckbereich dramatisch verbessern.

Bis zur Serienreife soll das neue Schlauchsystem mit normalen Felgen und Mänteln kompatibel sein. Nähere Informationen zum Doppelkammersystem soll zur nächsten Eurobike, ende August, der Öffentlichkeit bekanntgegeben werden.

In beiden Berichten – Aktiv Radfahren – Doppelkammersystem erlaubt extrem geringen Luftdruck und Fahrradtest.de – Doppelkammerschlauch gegen Plattfüße und Snake-Bites – , die ich zu diesem Thema gefunden habe, wird davon erzählt, dass „Burbing“ – der plötzliche Luftverlust bei Tubeless-Reifen damit verhindert wird. Bei Tubeless-Reifen handelt es sich aber – wie der Name schon sagt – um Schlauchlose Reifen, wie hier ein Schlauch einen defekt verhindern soll erschließt sich mir nicht wirklich.

Schlauchwechsel ohne Radausbau

Die Firma Gaadi hat auf der Eurobike 2013 einen neuen Fahrradschlauch vorgestellt, der im Gegensatz zu normalen Schläuchen nicht endlos – also nicht als Ring – gefertigt wird sondern als einfacher Strang. Der Vorteil des Systems liegt auf der Hand. Man kann einen Fahrradschlauch wechseln ohne das Rad ausbauen zu müssen. Das ist insbesondere bei Rädern mit Nabenschaltung interessant – ich würde ihn z.B. bei Citybikes als Ersatzschlauch mitführen. Wie das ganze funktioniert zeigt Gaadi in folgendem Video

Für diesen Schlauch bekam Gaadi einen Eurobike Award auf der Eurobike 2013.

 

Praxistest: Schlauchwechsel ohne Radausbau

Reiserad Umbau: Die Fertigstellung

Heute habe ich die Schutzbleche gewechselt – die originalen Schutzbleche sind mir zu schmal (für 35mm Reifenbreite – ich bevorzuge mindestens 40mm). Bei dieser Gelegenheit habe ich das Rad auch mal wieder geputzt – das war mal wieder dringend nötig. Anschließend  gings an den Lenker – nachdemDSCF0737_1 ich in letzter Zeit wenig am Unterlenker gefahren bin, habe ich mich entschlossen einen Multifunktionslenker zu montieren. Ich hatte noch einen nagelneuen Hornbarlenker rumliegen den ich für den Umbau nutzen benutzt habe. Statt des üblichen Moosgummi Überzugs habe ich normales Lenkerband benutzt – für mich ist der Moosgummi-Überzug zu weich.

Eine erste Testfahrt habe ich gleich anschließend gemacht, eine kleine Runde nach Bad Kreuznach. Bei dieser Gelegenheit mussten die Schutzbleche gleich zeigen was sie können – die Rückfahrt verlief im strömenden Regen. Die Schutzbleche haben sich bestens bewährt.

Ich bin jetzt gespant, wie sich der neue Lenker im Langzeittest macht – im Kurztest hat er sich bereits bewährt.

DSCF0734_1Was mich jetzt noch stört, ist dass das Kabel, das von der Lampe kommt und zur Fernbedienung geht, etwas zu kurz ist, sonst hätte ich das Kabel am Lenker verlegen können.

Der richtige Reifendruck

Immer wieder sehe ich auf der Straße Radfahrer, bei denen der Druck in den Reifen nicht in Ordnung ist. Meist ist er zu niedrig. Was sich dadurch bemerkbar macht, dass zwischen Felge und Fahrbahn nur noch der Gummiwulst des Mandels ist. Gerade bei Rädern die selten genutzt werden, wird zu beginn der Fahrt gerne vergessen, den Reifendruck zu prüfen und gegebenenfalls aufzupumpen. Reifendruck

Aber was ist der „richtige“ Reifendruck. Als erster Anhaltspunkt ist auf der Reifenflanke der Druck für den Mantel aufgedruckt.

Das Gewicht des Fahrers spielt beim Reifendruck natürlich auch eine Rolle. So sollten schwere Fahrer den Reifen eher etwas härter aufpumpen und die Leichtgewichte unter den Radlern können den Druck sogar noch etwas unterschreiten. Aber man sollte auf keinen Fall den Mindestdruck, der auf dem Reifen angegeben ist, unterschreiten.

Ein weiterer Aspekt beim Reifendruck sind die Rolleigenschaften. Hier gilt je härter ein Reifen aufgepumpt ist, desto besser ist sein Abrollverhalten – das ist ein Grund dafür, dass Rennradreifen mit bis zu 8 bar aufgepumpt sind. Im Gelände sollte man wiederrum mit möglichst wenig Druck fahren, damit sich der Reifen richtig mit dem Untergrund verzahnen kann und genügend „Gripp“ (halt) bietet.

Zu beachten ist außerdem, dass bei zu niedrigem Reifendruck das Pannenrisiko zunimmt. Wenn der Druck ausreichend hoch ist, spritzen Steine, Scherben, Nägel usw. in der Regel einfach weg – bei niedrigem Druck verformt sich der Reifen und Steine, Scherben und Nägel können nicht mehr weg und drücken sich in den Reifen hinein. Das Ergebnis Reifenpanne ist dadurch vorprogrammiert. Ebenfalls ein „Klassiker“ unter den Reifenpannen ist der sogenannte „Snakebite“, der entsteht, wenn man mit zu wenig Luft im Reifen über einen Stein oder insbesondere über einen Bordstein fährt und der Reifen sich bis auf die Felge durchdrückt (durchschlägt).

Ein weiterer Nachteil beim fahren mit zu wenig Luft im Reifen ist, dass die Reifenflanke mit der Zeit bricht. Da der Reifen ständig weiter eingedrückt wird als es bei regulärem Druck geschehen würde, und die Karkasse (Reifenflanke) dafür nicht gebaut ist, bricht die Karkasse. In meiner Jugend – ist ja schon ne weile her, haben wir in solch einem Fall von einem Porösen Reifen gesprochen. Damals hatte kaum jemand eine Pumpe mit Manometer und man hat den „richtigen“ Reifendruck per Daumendruck auf den Mantel ermittelt.

Der ADFC bietet unter diesem Link eine Tabelle mit dem Reifenluftdruck für verschieden Radgrößen an.

Fahrrad mit Notmantel

FahrradNotmantel

Das habe ich gerade auf Wikipedia entdeckt. Ein Fahrrad (Schweizer Ordonanzrad Model 05) aus dem ersten Weltkrieg bestückt mit einer Notbereifung, die es wohl als Bausatz gab.

Die dürften sogar Wintertauglich sein 🙂